Erkrath: Mallorca auf dem Markt
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 30.07.2007Düsseldorf (RPO). Eine „Strandbar“ sorgte für Urlaubsstimmung. Jasmin Wagner begeisterte die Besucher.
Strandatmosphäre wie auf Mallorca genossen die Hochdahler am Wochenende. Der Marktplatz wurde Treffpunkt beim Sommerfest, das nach einem ökumenischen Gottesdienst am Morgen mit vielen Darbietungen lockte.
Der Höhepunkt kam Samstagabend, kurz nach 20 Uhr. Die Bänke vor der Bühne am Hochdahler Markt sind fast alle besetzt. Ein Paar gesetzteren Alters stellt sich direkt hinter den Sitzreihen auf. Da erspäht er noch zwei freie Plätze und stürmt sofort hin. Winkt, sie solle doch kommen. Sie hingegen wiegelt ab: „Da kann ich doch nichts sehen“, haucht sie kaum hörbar ihm entgegen. Schließlich kehrt er zu ihr zurück, bleibt ebenfalls stehen, und schon betritt der Stargast des Festes die Bühne.
Ansprüche geweckt
Bei Kunden sei gut angekommen, dass viele Geschäftsleute sich mit Aktionen am Sommerfest beteiligt haben, sagt Sara Willwerth, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hochdahler Markt.
Für 2008 wollen sich alle besonders Gedanken zu machen. Dann feiert der Hochdahler Markt nämlich 30jähriges Bestehen.
Singen mit Jasmin Wagner
Eigentlich gehört das Paar ja gar nicht zum Fankreis von Jasmin Wagner, die sich eher als Teenie-Star einen Namen gemacht hat. Und so sind es auch vor allem die Kids, die sich ganz nah vor der Bühne aufgebaut haben und dem früheren „Blümchen“ zujubeln. Doch Jasmin Wagner wiegelt gleich ab: „Entschuldigen Sie. Ich bin nicht mehr die, die ich mal war.“ Sie singt von ihrer neuesten CD „Die Versuchung“. Ja, sie will nicht mehr Teenie-Star sein, will auch von den Großen ernst genommen werden mit ihrer Musik. Sie setzt allein auf die neuen Titel. Wagner animiert das Publikum zum Mitsingen bei dem Titel „Männer brauche Liebe“. Nach einer halben Stunde ist es vorbei, einmal noch die Männer, die Liebe brauchen, als Zugabe. Neben Blumen gibt‘s zum Abschied noch einen Pokal, als Trost, weil dieser ihr bei „Let‘s dance“ ja versagt blieb. Noch eine Viertelstunde für Autogramme gibt sie, dann ist ihr Auftritt endgültig vorbei.
Nicht so das Fest. Die Bühne gehörte wieder der Blue Mary Big Band. Deren Sängerinnen Elin Bell und Sandra Schümmer brauchten sich mit Titeln wie „Fever“ und „Fly me to the moon“ nicht hinter dem Star zu verstecken. Die Band hat Pep, veranlasst immer mehr Besucher, vor der Bühne zu tanzen.
Getanzt wurde schon am frühen Nachmittag, als Tanzlehrer Roman Frieling einen Salsa-Kurs unter freiem Himmel bot. Glücklicherweise hatten sich die Himmelspforten zu diesem Zeitpunkt erst mal wieder verschlossen. Beim ökumenischen Open-Air-Gottesdienst am frühen Morgen funkte nämlich ein gehöriger Platzregen dazwischen, die Worte von Pastor Klaus Schüle und Pastor Werner Hess waren wegen des Regenprasselns kaum zu verstehen. Danach blieb es trocken bis zum Abend.
Das große Mohnblumenfeld, das unter Anleitung der Münsteraner Künstlerin Ilse Erhardt auf etlichen Keilrahmen entstand, nahm so ohne zerfließende Farben Gestalt an. Mit zunehmend auflockernder Bewölkung kam immer mehr Publikum zum Fest. Dies war auch am künstlichen Strand vor der Buchhandlung Weber abzulesen. War der Bereich mittags noch bis auf die DLRG-Helfer völlig verwaist, suchten, je näher der Abend rückte, immer mehr Besucher an der Cocktail-Bar Mallorca-Feeling.
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