Erkrath: Manege frei für ZappZarap
VON STEPHANIE JOSST - zuletzt aktualisiert: 31.07.2007Düsseldorf (RPO). Eltern und Großeltern verfolgten begeistert die Zirkusshow, die ihre Kinder auf die Beine gestellt haben.
Die Jungen und Mädchen balancierten aufeinander, legten sich auf Nagelbretter und machten Späße als Clowns.Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Und so war es nicht verwunderlich, dass beim Mitmachzirkus ZappZarap an diesem Wochenende nicht alles auf Anhieb klappte. Hier stolperte jemand vom Seil, ein Diabolo landete nach der Flugphase auf dem Boden statt wieder am Faden und auch Clown Francesco verhaspelte sich in einer seiner Ansagen.
Brillant einstudiert
Allerdings störten die kleinen Missgeschicke niemanden, denn insgesamt präsentierten die 113 Kinder des Ferienspaß-Projektes eine brillant einstudierte Show. Ganz zur Freude der vielen Mamas, Papas und Großeltern, welche die Leistungen ihrer Schützlinge sogar mit Standing Ovations bedachten. Auch Jutta Körner war ganz aus dem Häuschen, als ihre Enkelin Julia am Trapez turnte. „Bei einigen ihrer Figuren stand mir fast das Herz still“, erzählte sie lachend. „Es ist unglaublich, was die Kinder nach nur fünf Tagen Proben hier leisten.“
Circus ZappZarap
Der Leverkusener Mitmachzirkus war nun bereits zum dritten Mal in Erkrath zu Gast.
Zirkuspädagogik ist ein Konzept, deren Ziel es ist, die motorischen, sensiblen, psychischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder zu fördern.
Verknüpft mit dem Motivationsfaktor „Spaß“ verhelfen alle Aspekte den Kindern zu spannenden, und erfolgreichen Tagen bei Zirkus.
Unter der Leitung von Zirkusdirektor Stefan Vasco schufen die Jungen und Mädchen zwei 90-minütige Vorstellungen, in der jeweils eine von zwei eingeübten Darbietungen vor dem Publikum vorgeführt wurde. Mustafa schlüpfte in die Rolle eines Fakirs und überzeugte als Akrobat. „Todesmutig“ legte sich der Zwölfjährige sogar mit nacktem Oberkörper auf das spitze Nagelbrett. Durch die Zuschauerreihen ging währenddessen ein erstauntes Raunen. „Das tut überhaupt nicht weh, wenn man es richtig macht“, erklärte Mustafa nach seinem gelungenen Auftritt. „Aber es ist ein schöner Moment, wenn die anderen Mitgefühl mit einem haben.“ Die Seiltänzerinnen hatten die Gunst des Publikums ebenfalls auf ihrer Seite. Zwar hatte keines der Mädchen gelernt, das schmale Seil ohne die helfende Hand eines Begleiters zu betreten. Dennoch verblüfften sie ihre Zuschauer beim Gehen mit verbundenen Augen mit ihrem Balancegefühl.
Viel Geschick benötigten auch die Nachwuchsakrobaten. Stück für Stück kletterten die Kleinsten auf die Schultern der Größeren und formten sich so zu eindrucksvollen Menschpyramiden. „Sehr waghalsig“, kommentierte Jutta Körner deren glanzvollen Auftritt. Im Innersten sei sie froh, dass ihre Enkelin sich fürs Einradfahren entschieden hatte. „Akrobatik hatte ihr nämlich auch sehr zugesagt.“ Für stimmungsvolle Abwechslung sorgten die Clowns, die mit kleinen Sketchen und Showeinlagen das Programm auflockerten.
Vorfreude aufs nächste Jahr
Am Ende waren alle zufrieden: die Zuschauer über die gelungene Vorstellung, die Kinder mit ihren eigenen Leistungen und auch Jugendreferent Werner Meier, der es den Erkrather Kindern auch in diesem Jahr ermöglicht hatte, an diesem Zirkusprojekt teilzunehmen. So hoffen alle Beteiligten auf eine neue Woche beim Mitmachzirkus im nächsten Jahr. „Ich wünsche mir so sehr, dass Stefan und sein Team wiederkommen“, sagte Mustafa mit glänzenden Augen. „Da wäre ich auf jeden Fall wieder dabei.“
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