Mettmann: Manfred Krick will Landrat werden
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 25.10.2008Düsseldorf (RPO). Der Mettmanner wurde am Donnerstagabend von den Spitzen der SPD im Kreis Mettmann einstimmig nominiert.
Er fordert Initiativen für Bildung und Ausbildung und den Klimaschutz. Der Kreis und die zehn Städte sollen familienfreundlicher werden.Die SPD zieht 2009 mit dem Mettmanner Manfred Krick in den Kampf um das Landratsamt. Der 52-Jährige wurde am Donnerstag vom Kreisparteirat einstimmig nominiert. In dem Gremium sind vertreten die Spitzen der Ortsvereine im Kreis Mettmann und die Abgeordneten. Zuvor hatte der Kreisvorstand unter Vorsitz der Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese den Architekten am Montag einstimmig vorgeschlagen.
Im Dezember, so kündigte der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Udo Carraro, gestern an, soll Krick als Nachfolger von Ulrike Haase zum stellvertretenden Landrat gewählt werden. Haase scheidet aus dem Amt, weil sie Leitungsfunktion als Kreisdezernentin übernimmt.
Zunächst stellvertretender Landrat
Drei Dinge qualifizieren den Mettmanner für die Kandidatur, sagte Griese: Er habe Erfahrungen in der Kreispolitik, aus verschiedenen Stationen – zuletzt an verantwortlicher Stelle in der Düsseldorfer Stadtverwaltung – Erfahrung mit öffentlicher Verwaltung, und er sei ein „guter Sozialdemokrat“.
Manfred Krick
Geboren am 15. Mai 1956 in Arnsberg/Westfalen.
Ehefrau Anke, eine Tochter (15 Jahre) und zwei Söhne (19 und 10).
Architekturstudium an der RWTH Aachen, Diplom 1981.
SPD-Mitglied seit 1994.
Mitglied des Kreistags seit 2004
Berufliche Tätigkeit bei der Oberpostdirektion Düsseldorf, der Stadt Erkrath, dem Kreis Mettmann, dem Regierungspräsidenten Düsseldorf.
Bei der Stadt Düsseldorf von 1991 - 1996 Leiter des Hochbauamtes, seit 1996 Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes.
Krick hob drei Themenbereiche hervor, die ihm im Falle seiner Wahl besonders am Herzen liegen: Bildung und Ausbildung vornehmlich junger Menschen, Klimaschutz, Umwelt und Landschaft sowie die stärkere Ausrichtung des Kreises und seiner Städte für Familien.
Die Situation für Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt sei trotz der jüngsten Entspannung weiter besorgniserregend. Er fordert eine Ausbildungsoffensive des Kreises. Krick: „Wir brauchen Ausbildungszentren des Kreises für diejenigen, die sonst keine Chance auf dem Ausbildungsmarkt haben.“
Beim Klimaschutz müsse der Kreis mehr tun zur Nutzung regenerativer Energien und zur Einsparung von Energie. Alle öffentlichen Gebäude müssten saniert werden. Klimaschutz, gesunde Umwelt und weniger Flächenverbrauch müssten zum „Aushängeschild“ des Kreises Mettmann werden.
Nach den bundespolitischen Initiativen für mehr Ganztagsschulen und den Ausbau der Betreuung für unter dreijährige Kinder müssten der Kreis und seine Städte sich noch familienfreundlicher ausrichten. Krick will ein flächendeckendes Angebot, das von Krippenbetreuung und qualifizierter Tagespflege über Kindertagesstätten bis zu den jeweiligen Schulabschlüssen reiche. Er fordert einen starken öffentlichen Personen-Nahverkehr mit Anbindung von Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus über die Circle-Line an die Landeshauptstadt.
Carraro warf dem amtierenden Landrat vor, zu sehr auf die Finanzen zu blicken. Man dürfe die Kreispolitik nicht dem Diktat eines schuldenfreien Haushalts unterwerfen. So müsse mehr Geld für Gesundheit und Soziales zur Verfügung gestellt werden.
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