Mettmann: Mettmann im Zumba-Fieber
VON NINA BOSSY - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012Mettmann (RP). Reportage Der neue Kulttanz wird als Schnupperkurs bei Mettmann-Sport angeboten. Er eignet sich für alle Altersschichten. Das Training macht Spaß und die Bewegung steigert die Fitness. Die Grundschritte werden aus dem Salsa-Tanz übernommen.
6 Grad minus, 18 Uhr, es ist bitterkalt und schon stockdunkel in Mettmann. Angie huscht dick eingemuckelt über den Parkplatz in die Sporthalle der Astrid-Lindgren-Schule. "Bei den Temperaturen musste ich mich heute doch aufraffen, hierher zu kommen", gesteht die 31-Jährige. "Aber gleich wird mir ja warm..."
Die Mettmannerin hat sich vom Zumba-Fieber anstecken lassen, das landauf und landab für eine neue Fitnesswelle sorgt und so auch im Angebot von Mettmann-Sport seinen Platz gefunden hat. Die Musik legt los – Trommeln, flotte Rhythmen. Obwohl die dreißig Kursteilnehmerinnen noch etwas festgefroren wirken, beginnen sie bald mitzuwippen. Die Gruppe ist gut durchmischt: Teenies, Senioren, schlank und durchtrainiert bis pummelig, aber durchweg weiblich. Man fühlt sich wohl und gut aufgehoben.
Trainerin Doris Romanowicz zeigt die erste Schrittfolge: "Die Grundschritte werden aus dem Salsa-, und Meringue-Tanz übernommen, sowie auch aus dem Reggaeton", erklärt die professionell ausgebildete Zumba-Expertin. "Diese werden dann mit Elementen aus der Aerobic kombiniert und ein Tanz-Fitnesstraining entsteht." Das Ergebnis lässt sich sehen. Leichtfüßig "sliden" die Frauen nach links und rechts, lassen die Hüften kreisen, heben und schwenken die Arme in der Luft. Sexy und dynamisch - der ganze Körper ist in Bewegung.
Die Temperatur in der Sporthalle scheint zu steigen. Nach "Mr. Saxobeat" sind die Gesichter leicht gerötet, der Puls angestiegen und die Laune im Auftrieb. "Zumba macht einfach Spaß", erklärt Angie, leicht aus der Puste: "Es geht nicht darum, furchtbar komplizierte Choreografien einzustudieren, sondern sich beim Tanzen fit zu halten und vielleicht dabei ein paar Kalorien zu verbrennen."
So sieht das auch Trainerin Doris: "Anders als bei direktem und zielgerichtetem Training, wie Bauch, Beine, Po, merkt man bei Zumba die Anstrengung weniger. Der Kopf kann abschalten und der Körper bewegt sich einfach nur zur Musik. Muskeln und Ausdauer werden fast nebenbei trainiert." Nach der Aufwärmphase wird es schneller. Zu aktuellen Radiohits und exotischerer lateinamerikanischer Musik wird getanzt, gewackelt und gesprungen. Wer nicht mitkommt, findet ein paar Schritte weiter durch die sich wiederholenden Elemente schnell neuen Anschluss. Angie geht voll mit: "Manche Schrittfolgen sind doch etwas komplizierter, aber ich kann mittlerweile ganz gut folgen und mein Körper versprüht ordentlich Adrenalin."
Am Schluss steht dann der Cool-down. Zu leichten, fast meditativen lateinamerikanischen Klängen wird tief ein- und ausgeatmet, der Körper noch einmal gestreckt und entspannt. Die Zumba-Stunde ist vorbei und wie im Flug vergangen. Der Erfolg in ihrer Beweglichkeit und Ausdauer motiviert Angie zweimal die Woche das Zumba-Angebot zu nutzen. Und jedes Mal geht sie aufgehitzt, "kaputt und froh etwas getan zu haben" zurück in die winterliche Kälte.
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