Mettmann: Mettmann wächst weiter
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 28.06.2012Mettmann (RP). Die Stadt muss der Bezirksregierung mitteilen, wo in den nächsten 15 Jahren neue Häuser gebaut werden können. Die Kirchendelle ist das größte Gelände. Am Benninghof stehen 13 Hektar als Gewerbeflächen zur Verfügung.
Die Verwaltung ist in der Pflicht ein Planung aufzustellen, wo sie in den nächsten Jahren neue Wohn- und Gewerbegebiete ausweisen will. Nach einer Bedarfsberechnung der Düsseldorfer Behörde werden der Stadt Mettmann 1500 Wohneinheiten für die nächsten 15 bis 20 Jahre zugestanden. Ein weiterer Bedarf wird in Düsseldorf nicht gesehen.
Lärm von der Bundesstraße 7
Im Planungsausschuss machte Ralf Bierbaum von der Verwaltung deutlich, dass die Reservefläche südlich der Eidamshauser Straße nicht uneingeschränkt für den Wohnungbau nutzbar ist. Es gibt zwei Gründe: Dort grenzt ein Landschaftsschutzgebiet an, außerdem stört der Verkehrslärm von der B 7. Realistisch verbleibe dort eine Fläche von 7,5 Hektar für Wohnungsbau, sagt Bierbaum.
Kalksteinwerke
Die Bezirksregierung hat Vorbehalte gegenüber Plänen von Investoren, die nach der Aufgabe des Kalkabbaus im Neandertal dort Ferienwohnungen und Hotels bauen wollen.
Das Neandertal müsse für die Erholung erhalten bleiben und nicht nicht weiter belastet werden, so die Behörde.
Die Stadt verfolgt deshalb das Ziel, eine sechs Hektar große Fläche östlich der Hasseler Straße zwischen Sportanlage Auf dem Pfenning im Norden und der bestehenden Wohnbebauung am Kaldenberg im Süden als Neubaugebiet auszuweisen.
Folgende Flächen sollen laut Verwaltung als Neubaugebiete in den Regionalplan eingerechnet werden. 1. Kirchendelle: fünfzehn Hektar, 450 Wohneinheiten, 2. Östlich des Akazienweges: zwei Hektar, 45 Wohneinheiten, 3. Westlich Peckhaus 1,8 Hektar, 40 Wohneinheiten, 4 (neu): Auf dem Pfenning sechs Hektar, 120 Wohneinheiten. Insgesamt 655. Es existieren noch Flächen für 500 Wohneinheiten (Hoshof, Beethovenstraße und Florastraße) plus 200 Reserveflächen (Eidamshaus und Innenstadt). Um auf die 1500 Wohneinheiten zu kommen, die die Bezirksregierung der Stadt Mettmann als Reserveflächen zusteht, könnten, so Bierbaum, die 655 Einheiten rund um die Kirchendelle auf 700 bis 750 erweitert werden. Ute Stöcker (CDU) gab zu bedenken, dass die Menschen nicht wie im Hamsterkäfig leben wollen: "Wir sind gegen eine Verdichtung des Wohngebietes." Muss auch nicht passieren, sagte Bierbaum. Es gehe zunächst nur um Zahlen, die der Bezirksregierung gemeldet werden.
Fläche am Bennighof ist zu groß
Die Stadt hat sich von dem Plan verabschiedet, 77 Hektar Gewerbeflächen rund um den Benninghof auszuweisen. Das sei zu groß, die Topografie lasse dies nicht zu und letztlich sei noch nicht klar, wann der Benninghof sein Domizil aufgebe und seine Flächen verkaufe. Letztlich ist die Stadt im Einvermehmen mit der Bezirksregierung zu dem Ergebnis gekommen, 13 Hektar nördlich des Benninghofes als Gewerbegebiet auszuweisen. Mit den neuen Flächen am Großestringhauser Feld im Osten (15 Hektar) stehen 28 Hektar zur Verfügung. Zieht man Ausgleichsflächen, Erschließung und Regenrückhaltung ab, bleiben 20 Hektar laut Verwaltung, übrig.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.