Erkrath: Mit dem Computer fing’s an
VON ULLA PANTEL - zuletzt aktualisiert: 06.01.2007Düsseldorf (RPO). Renate Amelung hat mit „Isabella“ ihren zweiten Kriminalroman veröffentlicht.
Mit der Titelheldin Sibylle teilt die Erkrather Autorin nichts als ihre Vorliebe für Autos.„Die meisten Ideen habe ich beim Autofahren“, verrät Renate Amelung. „Ich habe gute Augen. Wenn ich an einem bestimmten, markanten Ort vorbeikomme, stelle ich mir gerne Dinge vor, die dort passieren könnten.“ Im November ist ihr zweiter Krimi mit dem Titel „Isabella“ erschienen, der nächste ist bereits in Vorbereitung. Auf ihrer täglichen Fahrt von Erkrath in die Düsseldorfer Innenstadt hat sie reichlich Gelegenheit, ihre Fantasie sprudeln zu lassen. Kein Wunder also, dass alle ihre Geschichten in ihrem Lebensumfeld angesiedelt sind. Mit ihrem persönlichen Leben haben sie allerdings nichts zu tun.
Biografisches
Renate Amelung wurde 1953 in Berlin geboren und lebt seit 1957 im Rheinland.
Seit 1981 ist sie Kürschnermeisterin.
Im Jahr 2000 erschien ihr erster Krimi „Schupos haben keine Camouflage“ im Schardt Verlag.
der zweite Krimi „Isabella“ folgte im November 2006.
Anregungen findet die Autorin in Sachbüchern über Psychologie.
Renate Amelung ist hauptberuflich Kürschnermeisterin. Sie lacht. „Ich würde beispielsweise nie etwas schreiben, das in der Kürschner-Branche spielt.“ Auch ihre Krimihelden grenzt sie stark von ihrer eigenen Person ab. „Mit Sibylle, der Hauptfigur in Isabella, habe ich nur eines gemeinsam, nämlich die Vorliebe für Autos“, sagt sie. „Ich habe mich schon immer mehr für Autos als für Strickmuster interessiert.“
Technisches Verständnis
Technisches Verständnis für Motoren ist ihr sozusagen in die Wiege gelegt worden, ihr Vater war Motorboot-Rennfahrer. Auch Renate Amelung fühlt sich zum Wasser hingezogen. Den Rhein ist die Mannschaftssportlerin schon oft auf- und abgerudert. Daher kennt sie den Neusser Hafen so genau, an dem das Schicksal ihrer Protagonistin Sibylle seinen Lauf nimmt. „Das nächste Buch wird mit Wassersport zu tun haben“, erzählt sie. Vermutlich wird es „Stadtwaldindianer“ heißen. Im Prinzip stehe die Geschichte fest, sagt sie. Das Ende kenne sie schon. Doch Änderungen können sich jederzeit beim Schreiben ergeben. „Ich weiß nie, ob die Sache nicht spontan woanders hindriftet.“ Bis vor sechs Jahren hat sie ihre Geschichten für sich behalten. Dann bekam sie ihren ersten Computer geschenkt. „Ich hatte so viel im Kopf, dass ich erst mal alles aufgeschrieben habe.“
Im Jahr 2000 kam ihr erster Krimi heraus. Auch er spielte in Erkrath und Umgebung, hatte aber mit Malerei zu tun. „Viele meiner Bekannten haben es zuerst gar nicht geglaubt“, erinnert sie sich. Das Schreiben bezeichnet sie heute in erster Linie als Fleißarbeit und als Frage der Disziplin. Von ihrer Familie hat sie Unterstützung erfahren. „Eigentlich hatte mich mein Mann gedrängt, das erste Buch zu veröffentlichen.“ Ihr ältester Sohn, Marc Brink, von Beruf Holzblasinstrumentenbauer, hat für „Isabella“ ein professionelles Coverbild gestaltet. Die mühsame Suche nach einem Verlag ist für Renate Amelung inzwischen wohl ausgestanden. Sie kann davon ausgehen, dass der Schardt Verlag auch ihr nächstes Buch drucken wird.
Literarische Vorbilder hat sie nicht. „Ich lese eigentlich nur Sachbücher, meist über Psychologie“, sagt die Autorin. Dies ist freilich auch wichtig, wenn es um ein passendes Täterprofil geht.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum