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Mettmann: Mit dem Rad nach Casablanca

VON KLAUS MÜLLER - zuletzt aktualisiert: 08.05.2008

Düsseldorf (RPO). Zwei Mitarbeiter des Benninghofes starten zu einer 3500 Kilometer langen Tour.

Zbigniew Gorczynski und Lucjan Gigla haben eifrig trainiert. Die Hephata unterstützt das Projekt finanziell.
Sie wollen Menschen erzählen, wie ihre Arbeit mit Behinderten aussieht (v.l.): Lucjan Gigla und Zbigniew Gorczynski.    Foto: RPO
Sie wollen Menschen erzählen, wie ihre Arbeit mit Behinderten aussieht (v.l.): Lucjan Gigla und Zbigniew Gorczynski. Foto: RPO

Zu einer besonderen Radtour brechen am Samstag zwei Mitarbeiter der Hephata-Werkstatt Benninghof auf. Zbigniew Gorczynski (54) und Lucjan Gigla (58) haben sich vorgenommen, im Trikot der Hephata eine Strecke von 3500 Kilometern zu bewältigen. In knapp vier Wochen soll das Ziel Casablanca erreicht werden.

„Schon seit Jahren war es mein Traum, mit dem Fahrrad nach Nordafrika zu radeln. Nun ist es nach vielen Trainingskilometern endlich soweit“, freut sich Zbigniew Gorczynksi. Mit seinem Kollegen Lucjan Gigla hat er einen Mitfahrer gefunden, der ebenfalls lange Radtouren mit all den damit verbundenen Strapazen auf sich nimmt.

Info

Botschafter

Die Hephata engagiert sich schon seit längerem sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport, erklärt Dieter Kalesse, Leiter der Abteilung Kommunikation. „Für uns sind die beiden Mitarbeiter, die diese außergewöhnliche Radtour bestreiten, besondere Botschafter.“ Sie würden bei der Tour, das Gespräch mit den Menschen suchen und über die Arbeit der Hephata informieren.

„Wir wohnen zufällig beide in Hochdahl. Vor einiger Zeit trafen wir uns am Hochdahler Markt und Zbigniew fragte mich, ob ich mit ihm gemeinsam mit dem Fahrrad nach Casablanca wolle“, berichtet Lucjan Gigla. „Eigentlich passte mir das Ziel Nordafrika nicht unbedingt, doch dann ließ ich mich überreden.“

Schon mal in Athen gewesen

Langstreckenerfahrung sammelte er unter anderem, als er vor Jahren mit dem Fahrrad bis in das Baltikum radelte. Eine geplante Tour nach Rom musste er nach einem Unfall abbrechen Eine Tour von 2850 Kilometer absolvierte bereits sein Partner Zbigniew Gorczynski. „Ich war 2004 mit dem Fahrrad bei den Olympischen Spielen in Athen“, berichtete er stolz.

Rund 50 Kilometer haben die beiden in den letzten Wochen fast täglich mit dem Fahrrad absolviert, um den hohen konditionellen Anforderungen ihrer „Tour der Leiden“ gerecht zu werden Hinzu kamen Krafttrainings-Einheiten. Die Streckenroute haben sie genau abgesteckt. Sie radeln zunächst den Rhein entlang und überqueren bei Mühlhouse die französische Grenze. Von dort geht es über Lyon bis hinunter nach Gibraltar. Dort setzen sie mit der Fähre über und fahren entlang der Mittelmeerküste bis nach Casablanca. „Wir wollen durchschnittlich 150 Kilometer am Tag schaffen.“ Sie gehen davon aus, dass sie regelmäßig in einem Zelt übernachten. „Hin und wieder müssen wir aber vernünftig duschen und könnten schlechtes Wetter haben. Dann nehmen wir auch mal ein Hotel“, sagt Gigla. „Zum Glück werden wir von der Hephata gesponsert, so dass ich mit einen Eigenanteil von rund 1500 Euro rechne“. Sie sind sich einig, dass bei einem Unfall, keiner Rücksicht auf den anderen nehmen muss. Hauptsache sei, dass einer von ihnen ankomme. Der Rückflug ist schon für den 8. Juli gebucht. „An diesem Tag ist das EM-Spiel zwischen Deutschland und Polen“, erklärt Gorzcynski grinsend.

Quelle: RP

 
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