Erkrath: Mit Draisinen ins Museum
VON MONIKA SPANIER - zuletzt aktualisiert: 05.04.2008Düsseldorf (RPO). Das Eisenbahn- und Heimatmuseum Lokschuppen in Hochdahl plant den Zukauf von 700 Meter Gleisen.
Am 13. April ist Saisoneröffnung. Für die Restaurierung einer Lok T3 werden Sponsoren gesucht.Das Museum Lokschuppen startet in eine spannende Saison. „Wir befinden uns mit der Deutschen Bahn in Verhandlungen über den Kauf der Gleise zwischen dem Lokschuppen und dem Firmengelände Albi“, erklärte Udo Kampschulte, erster Vorsitzender des Vereins Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl, gestern bei der Präsentation der Highlights bis zum Jahresende. Das Angebot der Bahn zur Wertermittlung wird in Kürze erwartet.
Dependance für Ausstellungen
Unternehmer Gottfried Bander, langjähriger Motor und zweiter Vorsitzender des Vereins, hat mit dem Kauf der ehemaligen Saftfabrik, die über einen Gleisanschluss verfügt, dem Verein eine neue Perspektive eröffnet.
Winterschlaf beendet
Zur Saisoneröffnung im Lokschuppen präsentieren Mettmanner Modellbahnfreunde in einem Ausstellungswagen 30 Meter Schienen im Maßstab 1:87 (HO)
Sponsoren werden gesucht zur Unterstützung von Restaurierung: Museum Lokschuppen, Kreissparkasse Düsseldorf, BLZ 30150200, Konto 0 003 109 550
So. 13. April, 11-17 Uhr, Saisoneröffnung, Ziegeleiweg 1-3
Etwa 700 Meter lang ist zusammengerechnet die zum Teil doppelgleisige Strecke vom Ziegeleiweg bis zum Falkenberger Weg. „Dort soll eine Dependance des Museums für Ausstellungen entstehen“, freut sich Kampschulte.
Er kann sich vorstellen, dass Teile der vertraglich zugesicherten historischen Bahnsteighalle aufgebaut werden, unter deren Dach dann alte Fahrzeuge präsentiert werden. Noch ist Zukunftsmusik, dass sich Museumsbesucher auf der neuen Gleisstrecke mit dem „Saftexpress“ oder einer Draisine in Richtung Osten bewegen und auf einer Art historischen Aussichtsplattform an der Tongrube Majewski Station machen, um sich über den Naturschutz zu informieren. Entsprechenden Gesprächen mit dem Naturschutzzentrum Bruchhausen sieht Kampschulte aber hoffnungsvoll entgegen. Schon Fakt ist, dass im Frühjahr eine Preussische Dampflok von 1883 als Dauerleihgabe der Deutschen Bahn angeliefert wird. Es handelt sich um ein Exemplar der ältesten Lokreihe der T3, die sich in einem verheerenden Zustand befindet und ihren Dienst in Elberfeld getan hat.
Lok rostet seit 15 Jahren
Mit einer Sondergenehmigung rollt das Fahrzeug aus Radevormwald mit einem Straßentransporter an. In der neuen Wartungshalle auf dem Vereinsgelände des Museums am Ziegeleiweg soll das wertvolle Stück aufgearbeitet und betriebsbereit gemacht werden. Die Lokomotive roste seit etwa 15 Jahren im Bergischen Land vor sich hin. Sie war zuletzt bei einem anderen Verein stationiert.
Die Aufarbeitung in der mit Schweiß- und Wartungsgeräten professionell ausgestatteten Halle ist für die Mitglieder und Helfer des Vereins eine Aufgabe mit hohem Anspruch. „Die Restaurierung verschlingt eine sechsstellige Summe“, meinte Udo Kampschulte. Dankbar ist der Vorsitzende daher über positive Signale von Sponsoren.
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