Mettmann: Mit Gesang Brücken bauen
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 20.07.2007Düsseldorf (RPO). Junge Sänger aus Mettmann nahmen am Internationalen Chorfestival in Krakau teil.
Auswahlchöre begeisterten in der Kirche Nowa-Hutta. Sie besuchten das Salzbergwerk Wieliczka.Treffen im Kölner Dom
Sänger aus Meckenheim, Euskirchen, Leichlingen, Düsseldorf-Wittlaer, Ratingen-Lintorf und Mettmann unter der Leitung von Regionalkantor Matthias Röttger waren mit 110 Personen den größten Festivalchor.
Am 11. August versammeln sich die Sänger aus dem Bistum Köln zu einem Wiedersehenstreffen im Kölner Dom und erfüllen dann die Kölner Kathedrale mit ihrem Gesang.
mettmann/krakau Der Kinder- und Jugendchorverband „Pueri-Cantores“ lädt alle zwei Jahre zu einer internationalen Chorbegegnung ein. In diesem Jahr erging die Einladung nach Krakau in Polen. 86 Chöre aus der ganzen Welt kamen und über 3000 Sänger bildeten einen großen Gemeinschaftschor.
Regionalkantor Matthias Röttger organisierte die Reise für die Chöre aus dem Erzbistum Köln. Für die 26 Sänger der Jungen Kantorei und des Jugendchores „Jugend&Co“ von St. Lambertus mit drei Betreuerinnen und Chorleiter Röttger war dies nun schon die dritte Teilnahme an einer internationalen Chorbegegnung. Die Eröffnung fand auf dem mittelalterlichen Marktplatz im Herzen Krakaus statt. Die berühmte Marienkirche bildete eine malerische Kulisse. Am nächsten Tag sahen die jungen Leute zahlreiche bedeutende Ort wie das Schloss „Wawel“ und Gebäude, die nicht zuletzt durch Papst Johannes-Paul II, der einst Bischof von Krakau war, zu besonderer Bedeutung gelangt sind.
Am frühen Nachmittag feierten die Deutschen ihren Nationalgottesdienst mit Präses Marius Linnenborn in der schönsten Kirche Krakaus, der Marienkirche. Am Abend beeindruckten zehn Auswahlchöre in der Kirche Nowa-Hutta mit erlesenen Chorbeiträgen. Am Freitag stand für die Kölner der Spaßfaktor im Mittelpunkt. Zunächst wurde ein Freizeitbad mit acht Rutschen und weiteren Attraktionen besucht und am Nachmittag gab es Freizeit, so dass in Kleingruppen die Stadt erkundet und eingekauft werden konnte. Nach einer Generalprobe am Samstagmorgen für die Abschlussmesse besuchte die Reisegruppe das Salzbergwerk „Wieliczka“. Dieses zum Weltkulturerbe gehörende Werk beeindruckte vor allem mit seiner großen „Heiligen Kinga-Kapelle“ und den in Salz gehauenen Steinfiguren und Reliefs. Am frühen Abend gestalteten die Kölner „ihren“ Gottesdienst in der Kirche „St. Casimir“ in einem Krakauer Stadtteil. Die Sänger belohnten die freundschaftliche Aufnahme und Bewirtung mit einer musikalisch vielseitig gestalteten Abendmesse und einem kleinen Konzert. Vor allem für die älteren Gottesdienstteilnehmer war der Besuch der jungen Deutschen nach leidvollen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg ein Baustein zur Völkerverständigung.
Am Sonntagmorgen versammelten sich die 3000 Pueris zu einer Abschlussmesse in der Basilika zur „Göttlichen Barmherzigkeit“ in Krakau-Lagiewniki. Als zum Abschluss des feierlichen Festhochamtes die Einladung zum nächsten internationalen Festival nach Stockholm, der Hauptstadt von Schweden, erfolgte, war der Freudensturm unter den Sängern groß und das „Halleluja“ von Händel wurde da zu einer Festhymne, berichtet Regionalkantor Röttger.
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