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Mettmann: Mit Hund ins Museum

VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 25.10.2012
Kultur für Fellnasen: Tervurenschäferhund Xantos darf an einigen Tagen mit in die neue Ausstellung im Neanderthal Museum.  Foto:  Michael Nacke
Kultur für Fellnasen: Tervurenschäferhund Xantos darf an einigen Tagen mit in die neue Ausstellung im Neanderthal Museum. Foto: Michael Nacke

Mettmann (RP). Zur kommenden Sonderausstellung über Wölfe bietet das Neanderthal Museum etwas Besonderes für Familien: An einigen Tagen dürfen gut erzogene Hunde die Schau über ihre Vorfahren besuchen.

Wenn Herrchen im Museum ist, sitzt der Dackel zu Hause auf der Couch oder wartet im Auto. Vierbeiner sind in kaum einer kulturellen Stätte gerne gesehen. Eine Ausnahme macht jetzt das Neanderthal Museum: Zur neuen Sonderausstellung, die Wölfe thematisiert, dürfen an einigen Tagen Hunde mit ins Museum. Voraussetzung: Sie sind gut erzogen und an der Leine. Eine ideale Aktion für tierliebe Familien.

Sogenannte "Dog Days" sind der 23. November, 18. Januar, 22. Februar und der 8. März. Jeweils von 14 bis 18 Uhr sind Hunde gern gesehene Museumsbesucher auf vier Pfoten – natürlich mit ihrem Besitzer. Im Museumsgarten gibt es zudem von 14 bis 16 Uhr Hundeaktivitäten im Beschäftigungsparcours der Hundeschule Together aus Hilden. Es steht nicht auf der offiziellen Preistafel, doch das Museum meldet: Der Museumseintritt kostet für Hunde zwei Euro.

Info

Zeiten und Preise

Wann Die neue Sonderausstellung "Wölfe im Neandertal" wird von Sonntag, 18. November, bis 17. März im Neanderthal Museum, Talstraße 200, Mettmann, zu sehen sein.

Öffnungszeiten Museum Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Fundstelle des Neandertalers Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Kosten Sonderausstellung: sechs Euro (Erwachsene), Kombiticket (inklusive Dauerausstellung) zehn Euro. Kinder von sechs bis 16 Jahren zahlen zwei beziehungsweise 5,50 Euro.

Vorbild aus Wolfsburg

"Ich bin auf die Idee gekommen, weil mir Kollegen davon berichtet haben, dass das ,Phäno' in Wolfsburg so etwas einmal pro Jahr anbietet", erklärt Bärbel Auffermann, stellvertretende Leiterin des Neanderthal Museums. Da das Neanderthal Museum mitten in der Natur liegt, gebe es häufig Anfragen von Spaziergängern, ob sie ihren Hund mit in die Ausstellung nehmen dürfen.

"Das geht normalerweise nicht", sagt Auffermann, selbst keine Hundebesitzerin. Sie besprach sich mit Kollegen, die Hunde haben, und kam zu dem Ergebnis: "Ein gut erzogener Hund pinkelt ja auch nicht in irgendeine Wohnung. Das wird er dann auch im Museum nicht tun." An der Ausstellung wird auch nichts verändert. Auffermann freut sich schon auf die tierischen Besucher: "Das ist doch mal was anderes."

Was Prominente im Fernsehen beim "VIP Hundeprofi" lernen, können sich normalsterbliche Hundebesitzer von den Wölfen abgucken: "Die mit dem Wolf tanzt – Was Hundehalter vom Wolf lernen können" heißt ein Vortrag von Sabine Schoierer. Die Hunde- und Wolfsexpertin hat jahrelang das Verhalten von Wölfen erforscht. Sie zieht Rückschlüsse auf die Kommunikation zwischen Hund und Halter und zeigt Bilder. Der Vortrag findet am 27. Februar um 19 Uhr statt. Die Teilnahme kostet sieben Euro. Ein bisschen gruseliger dürfte es den kleinen Besuchern vorkommen, wenn sie am 3. und 4. Januar, jeweils 18.30 Uhr, mit einer Taschenlampe bewaffnet die Ausstellung erkunden.

Wald bei Nacht erkunden

So ein Wolfsmodell im Dunkeln, nur von einem Lichtkegel angestrahlt und mit mächtigem Schattenwurf, macht doch ganz schön was her. Die Teilnahme kostet acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder. Am 25. Januar wird es von 18 bis 21 Uhr eine Kinder-Wölfe-Nacht geben mit Führungen durch die Wölfe-Ausstellung und Fährtenlesen. Die Kinder können Märchen im Auditorium lauschen, Wolfsmasken basteln und Schädel vergleichen. Kosten: 7,50 Euro inklusive Eintritt.

Für die jungen Besucher gibt es noch weitere Attraktionen, etwa einen Spielbereich, in dem Kinder den Nachtwald und seine Stimmen kennenlernen und Geschichten über den Wolf hören. Der kulturgeschichtliche Teil der Ausstellung beleuchtet das Verhältnis Mensch-Wolf von den gemeinsamen Anfängen im eiszeitlichen Europa bis heute.

Quelle: RP/rl
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