Mettmann: Mr. Commerzbank geht
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 26.08.2009Düsseldorf (RPO). porträt Filialleiter Heiko Burchardt war 22 Jahre Chef in Mettmann. Ende August tritt er in den Ruhestand. Der Kontakt zu seinen Kunden war ihm immer wichtig.
Heiko Burchardt (65) wird Ende August in den Ruhestand wechseln. Seit Juli 1987 war er Filialdirektor der Commerzbank in Mettmann an der Breite Straße. Der Abschied fällt ihm nicht leicht. "Ich bin zwiegespalten", sagt er. Der Kontakt zu seinen Kunden und zu seinen Mitarbeitern wird ihm fehlen. Doch Langeweile wird nicht aufkommen: "Ich reise leidenschaftlich gern." Er überlegt, ein Fahrrad zu kaufen und künftig auf zwei Rädern Deutschland zu erkunden. Doch nur Freizeit kommt für ihn auch nicht in Frage. Burchardt wird seinen Sachverstand und seine Erfahrung noch beruflich als Berater nutzen.
Als "Kriegskind" wurde Heiko Burchardt am 22. August 1944 in Detmold geboren. Über viele Stationen kam die Familie nach Düsseldorf. Nach dem Abitur begann er eine Lehre bei der Commerzbank. Und zwar in Velbert. "Das war eine Zweigstelle zum Anfassen", sagt er rückblickend. Nach der Ausbildung studierte er Jura und schloss das Studium mit dem 1. und 2. Staatsexamen ab. Fünf Jahre war er danach Zweigstellenleiter in Unterrath, danach in der Filiale in Düsseldorf-Hafen. Als er 1987 nach Mettmann kam, stand für ihn fest, "dass ich hier bis zur Pensionierung bleibe." Denn: Heiko Burchardt ist ein Familienmensch. In seinem Büro standen stets Fotos seiner Frau und seiner beiden Kinder Jens und Silke. "Ich hätte wechseln können. Doch ich bin in Alt-Erkrath heimisch geworden und beruflich habe ich mich in Mettmann immer wohl gefühlt." Der Kontakt zu den Menschen ist ihm stets wichtig gewesen. Er saß nicht nur am Schreibtisch hinter der Glastüre, sondern sprach im Geschäftsraum mit seinen Kunden. "Ich habe versucht den Spagat zu schaffen, zwischen den Bedürfnissen der Kunden und denen der Commerzbank". Interesse an den Geschehnissen in der Kreisstadt hatte er immer. So war es auch kein Wunder, dass er Gründungsmitglied im Goldberger Mühle Verein wurde und sich in der Gesellschaft Verein engagierte. Burchardt brachte die Commerzbank Mettmann nach vorne, betreute bis zur Aufteilung der Geschäftsbereiche zahlreiche Groß- und Firmenkunden.
In der Rückschau stellt er der Kreisstadt ein positives Image aus: "Mettmann ist im Vergleich zu früher offener geworden und wirtschaftlich lebendig", sagt er. Die Vermarktung des Neandertals sei auf einem guten Weg, die Wirtschaftsförderung habe in den letzten Jahren neue Gewerbegebiete erschlossen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum