Mettmann: Museum wird wieder eröffnet
VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 23.11.2006Düsseldorf (RPO). Der Förderverein lädt am Samstag zu einem großen Fest in das Niederbergische Museum ein.
Buntes Programm für die ganze Familie von Zinngießen, Webstuhl und Hufschmied bei der Arbeit.Museum
Ab kommender Woche ist das Museum mittwochs, samstags und sonntags von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.
Schulklassen sollten sich extra anmelden. Das Museum wird am 17. Dezember geschlossen und eröffnet wieder am 10. Januar.
Auch die Bergische Kaffeetafel kann man wieder buchen. Kontakt Tel. 02058 / 5678
WÜLFRATH Mit einem großen Fest wird am Samstag das Niederbergische Museum wieder eröffnet. Möglich gemacht hat das der erst im Mai dieses Jahres gegründete Förderverein, der mittlerweile auf 272 Mitglieder angewachsen ist. Sie alle sind bereit, mit persönlichen Spenden, Mitgliedbeiträgen und dem Erlös aus Veranstaltungen rund 10 000 Euro im Jahr an Pacht für die Stadt aufzubringen. Dazu kommen noch die Betriebskosten in Höhe von etwa 20 000 Euro im Jahr, um das Museum ab nächster Woche wieder regelmäßig mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 14.30 bis 17 Uhr zu öffnen.
Frisch renoviert
Doch wie sich der finanzielle Kraftakt auch in den kommenden Jahren stemmen lassen wird, das steht beim großen Museumsfest am Samstag nicht im Vordergrund. „Wir sind zunächst einmal sehr stolz, dass wir es überhaupt geschafft haben, das Museum wieder zu eröffnen“, sagt Dr. Ulrich Mairose, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Das Engagement der Bürger zeige, dass sie die Schließung des Museums durch die Stadt nicht einfach hinnehmen wollten. Alle Räume sind von Helfern frisch renoviert worden und zeigen die bekannten Exponate rund um die Besiedlung, das bäuerliche Leben sowie die Entwicklung der Kalkindustrie. Von 11 bis 18 Uhr wartet auf die Besucher ein buntes Programm. In der Apotheke werden Medikamente gemixt, am Webstuhl kann man die Arbeiterinnen beobachten und in der Zinngießerei geht es heiß her. Im Medienraum wird der von vielen Besuchern immer wieder gewünschte Heimatfilm über Wülfrath aus dem Jahr 1953 gezeigt. Mit der aktuellen Zeit beschäftigt sich ein Uhrmachermeister, der aber auch ein paar alte Standuhren im Gepäck hat.
Musik liegt in der Luft
Für musikalische Unterhaltung sorgen drei Akkordeonspieler, die den ganzen Tag durchs Haus ziehen. Beim Bilderrätsel sind Heimatkenntnisse gefragt und mit etwas Glück kann dort die Teilnahme an einer Bergischen Kaffeetafel gewinnen. Ein Hufschmied wird auf dem Innenhof des Museums Pferde der Reitschule Vollmer beschlagen und um 14.30 Uhr werden zwei Mitglieder des Ensembles der Wuppertaler Bühnen aus aktuellen Stücken rezitieren. Auch ein frisch gezapftes Museumsbier darf nicht fehlen.
Anstoßen können Förderverein und Stadt womöglich auf den Vertrag, der erst in dieser Woche unterschrieben wurde. Landrat Thomas Hendele musste das Werk erst absegnen, da Wülfrath Nothaushaltsgemeinde ist. Für die kommenden Monate sind viele weitere Veranstaltungen geplant.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum