Mettmann: Musik lag in der Luft
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 29.08.2006Düsseldorf (RPO). Auf der Bühne am Zeittunnel gaben die Musikfreunden ein Konzert.
Resonanz der Matinee ließ zu wünschen übrig. Andrea Gellert: Müssen über Uhrzeit nachdenken.Auftritt am Samstag
Nächster Auftritt der Musikfreunde:
Samstag, 2. September, 11.30 Uhr, Stadtpark (im Rahmen der Veranstaltung, „Wülfrath Open Air 2006“, der WüRG).
Die Musikfreunde nehmen gern weitere „Mitstreiter“ auf.
Proben: Dienstags, 19.30 – 21.30 Uhr, in Räumen von Farben Jonas, Dieselstraße 42.
WÜLFRATH Der Wettergott stand bei der Matinee am Zeittunnel voll auf der Seite der Musikfreunde Wülfrath. Pünktlich zu Konzertbeginn kam um 14 Uhr die Sonne heraus. Kaum waren die letzten Töne verklungen, die Instrumente verstaut, setzten die ersten Tropfen und bald der große Regen ein. „Das nennt man Timing“, lächelte Vorsitzender Ingo Wünsch. Die Besucher waren weniger zuverlässig. Die Anzahl derer, die die Verbindung von Open-Air-Musik mit Kaffee und leckerem frischen Pflaumenkuchen zu genießen wussten, hielt sich in überschaubarem Rahmen.
Andererseits setzten Lieselotte und Lothar Darkow, Vorstand Deutsche Sänger, und Bernd Kicinski, Kommunikations-Center Schlupkothen, die junge Tradition fort, dass sich Kulturtreibende gegenseitig bei Veranstaltungen besuchen. Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff zählte ebenfalls zu den Gästen. „Ich finde es schon schade, dass nicht mehr Leute kommen“, sagte Zeittunnel-Leiterin Andrea Gellert. Das Konzept sei sehr schön. Ohne in den Zeittunnel gehen zu müssen, könnten sich die Besucher gleichzeitig an Musik und den Angeboten der MCS- Gastronomie erfreuen. Vereine hätten die Möglichkeit, sich auf der Naturbühne zu präsentieren. „Ich würde mich freuen, wenn der Stadtkulturbund die Sonntagsmatineen weiter verfolgt“, betonte Andrea Gellert. Man müsse vielleicht über eine andere Uhrzeit nachdenken.
Leitung: Andreas Brockmann
Das Orchester der Musikfreunde, unter der Leitung von Generalmusikdirektor a.D. Andreas Brockmann, sorgte mit seinem einstündigen Programm nichtsdestotrotz für Stimmung. „Die Musiker hatten bereits einen Soundcheck. Jetzt machen sie mal einen kleinen Soundcheck“, animierte Ingo Wünsch das Publikum, die Arme zu heben, über dem Kopf zu klatschen.
Passend zur Lokalität begannen die Musikfreunde mit „Licht am Anfang des Tunnels“, begleitet von dem zuvor einstudierten rhythmischen Klatschen der Zuhörer. Schwungvoll ging es weiter mit „Pour un Flirt.“ Diesmal waren die Leute aufgefordert zu schnippen, weil die Rhythmusgruppe „ein wenig dünn besetzt“ sei. Aus dem breit gefächerten Musical-Repertoire erklang „Summernights“, „What a Feeling“, „Tonight“, herrlich gespenstisch die Ouvertüre aus „Phantom der Oper“, aus „Lion King“ das romantische „Can You Feel the Love“. Bei flotten Stücken, wie „So What‘s New“, „Dob‘s Boogie“ und „Rock‘n Roll Revival“, sah man unter den Biertischen die Beine wippen. Mit „As Time Goes by“, „Amazing Grace“ und Zugabe, „Licht am Ende des Tunnels“ klang das sehr hörenswerte Konzert aus.
Nächste Sonntagsmatinee am Zeittunnel: 24. September. Konzert der Kalkstädter.
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