Mettmann: Nachbarschaftshilfe in Me-Süd
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 23.02.2012Mettmann (RP). Das Quartiersprojekt im Stadtteil sucht ehrenamtliche Mitstreiter. Die Angebotspalette soll keine Konkurrenz zu caritativen Einrichtungen und Firmen sein. In Süd wohnen viele Menschen, die auf andere angewiesen sind.
Das Quartiersprojekt "Treffpunkt-Süd" geht weiter. 2011 wurde es vom Caritas-Altenstift, der Stadt Mettmann und dem Seniorenrat auf den Weg gebracht. Das Land bezuschusst die Arbeit im Stadtteil für drei Jahre. Mit dem Projekt sollen die Menschen in Süd enger vernetzt, die Nachbarschaftshilfe verstärkt werden. Gemeinsame Freizeitaktivitäten sollen dazu beitragen, sich besser kennenzulernen.
Die erste kleine Stadtteilzeitschrift (erstellt von einem Autorenteam des Quartierprojektes), in der an die Entstehungsgeschichte von Me-Süd erinnert wurde, sei bei den Lesern gut angekommen, berichtet Robert Güde, der das Projekt leitet. Die nächste Ausgabe erscheint am 1. April. Die Auflösung des Bilderrätsels sei wohl sehr schwierig gewesen. Lediglich vier Leser hätten die richtige Antwort eingesandt. Es handelt sich um eine Schwein-Skulptur, die in der Römerstraße steht, die sogenannte "Süd-Sau".
Schaukasten
In einem Schaukasten, der künftig an der Mozartstraße steht, will das Quartiersprojekt seine Nachrichten veröffentlichen.
Wer sich in der Nachbarschaftshilfe ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich unter Tel. 9171648 oder di. und do. von 10-12 Uhr im Quartierbüro, Caritas-Altenstift, Schumannstraße, melden.
Beim jüngsten Treffen im Caritas Altenstift ging es um das Thema "Nachbarschaftshilfe in Süd". Güde und seine Mitstreiter wollen sich engagieren und ein Netzwerk aufbauen. Zunächst wurde die Frage gestellt, wie Nachbarschaftshilfe aussehen könne.
Die Teilnehmer erstellten eine Ideensammlung: Hund ausführen, Babysitten, Einkaufen, Rasen mähen, Blumen gießen, zum Arzt begleiten, Haus im Urlaub und bei Abwesenheit der Eigentümer beaufsichtigen, kleine handwerkliche Arbeiten verrichten, spazieren gehen und Hilfestellung bei Bedürftigkeit. Die Nachbarschaftshelfer wollen allerdings nicht in Konkurrenz zu Hilfsdiensten und Handwerkern treten, sondern die kleinen Arbeiten ehrenamtlich erledigen.
Auch soll die Nachbarschaftshilfe in einem Haushalt nicht zur Dauereinrichtung werden. "Permanente Hilfe für eine Person können wir nicht leisten", so der Tenor. Vielmehr soll in solchen Fällen eine Beratung für weitere Hilfen erfolgen, meinte Rolf Eulenpesch, der im Team mitarbeitet. Die Mitarbeiter des Treffs wissen, dass es in Süd viele alleinstehende Senioren gibt, die auf Hilfe angewiesen seien. "Nur die meisten haben Angst sich zu melden", meinte eine Teilnehmerin.
Diese Ängste wollen die Ehrenamtler abbauen. An diesem Nachmittag fanden sich bereits Quartiers-Mitarbeiter, die sich bereiterklärten, die eine oder andere Aufgabe zu übernehmen. Auch eine Tauschbörse, so Güde, sei möglich. Rasen mähen gegen Sonntagsbraten war eines seiner Beispiele. Das Thema Nachbarschaftshilfe soll weiter ausgebaut werden. Daneben will der Treff-Süd eine Reihe mit dem Thema ins Leben rufen: Geschichten und Geschichte von Mettmann-Süd. Güde: "Es gibt Menschen, die Einzelheiten von der Entstehung des Stadtteils kennen und sie erzählen wollen."
Das nächste Treffen ist am 20. März um 15 Uhr im Altenheim.
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