Mettmann: Neue Kita an der Kirchendelle
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 20.11.2009Düsseldorf (RPO). Die Stadt muss weitere Kleinkinderplätze in Mettmann schaffen, da Eltern ab 2013 einen Rechtsanspruch auf eine Betreuung haben. Der Kindergarten am Eschenkämpchenweg wird aufgegeben. Der Erlös fließt in den Neubau.
Platz-Zahlen
Derzeit gibt es in Mettmann 67 Plätze für Kleinkinder in den Kitas und 1066 für Kinder über drei Jahren.
Mit dem Umbau, der Erweiterung der vorhandenen Kitas und mit dem Neubau an der Kirchendelle soll es bis 2013 etwa 241 Plätze für Kleinkinder und 827 Plätze für Kinder über drei Jahren in den Mettmanner Kindertagesstätten geben. Bis 2013 soll es in Mettmann sieben Kitas als Familienzentrum geben.
Die Stadt Mettmann will schon bald auf dem Grundstück der ehemaligen Grundschule Kirchendelle eine viergruppige Kindertagesstätte bauen. Die Mehrheit im Rat befürwortet das Projekt. Das Gelände gehört der Stadt, so dass keine Kosten für den Ankauf des Grundstücks entstehen. Im Gegenzug soll der Kindergarten am Eschenkämpchenweg geschlossen werden. Mit dem Erlös des Grundstücks soll der neuen Kindergarten an der Kirchendelle mitfinanziert werden. Hinzu kommt noch Geld aus der Versicherungskasse für die Grundschule Kirchendelle. Wie viel Geld die Kita an der Kirchendelle kosten wird, steht noch nicht fest. "Wir werden in den nächsten Wochen mit dem Architekten eine Planung und Kostenrechnung aufstellen", sagt Fachbereichsleiterin Astrid Hinterthür.
Plan "Goldberg" ist vom Tisch
Der Grund für den Neubau: In Mettmann fehlen Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren. Am Eschenkämpchenweg, so Astrid Hinterthür, sei es nicht möglich, erforderliche Nebenräume, eine Küche und einen Mehrzweckraum zu errichten. Diese Räume sind für eine Betreuung von Kleinkindern zwingend vorgeschrieben. Hinzu komme die ungünstige Lage der Kita für den Hol- und Bringverkehr der Kinder.
Ursprünglich hatte die Stadt vor, am Goldberg einen neuen Kindergarten zu bauen. Dieser Plan kann nicht umgesetzt werden. Der Kreis hätte zwar der Stadt das Gelände verkauft, doch es sei zu schattig, zu lang und im Umfeld für einen Spielplatz zu feucht, sagte Astrid Hinterthür.
Eltern in Metzkausen hatten immer wieder den Wunsch geäußert, dass neben den konfessionellen auch eine städische Kita in Metzkausen vorhanden sein sollte. Hinzu kommt, dass im künftigen Neubaugebiet Kirchendelle zahlreiche junge Familien wohnen werden, die dringend einen Platz für ihr Kind brauchen.
Die Kommunen sind aufgefordert, bis 2013 den Rechtsanspruch für einen Kindergartenplatz für Kleinkinder erfüllen zu müssen. Es wird von einem Bedarf von 35 Prozent ausgegangen, der zu 70 Prozent durch Kindertageseinrichtungen und zu 30 Prozent durch die Kindertagespflege gedeckt werden soll. Für Mettmann bedeutet dies: In 2014 werden 235 Kita-Plätze für Kleinkinder und 823 Plätze für Kinder ab drei Jahren benötigt. Die Stadt Mettmann, so Hinterthür, hat Anträge für 190 neue U-3-Plätze in Tageseinrichtungen gestellt. Vom Bund wird eine Bezuschussung von 90 Prozent erwartet, das sind 3,2 Millionen Euro. Zusätzliche Gruppen entstehen bisher lediglich in der Awo-Kita, Düsseldorfer Straße, und im Montessori-Kindergarten Teichstraße. Mit den geplanten vier neuen Gruppenräumen in der Evangelischen Kita am Laubacher Feld (1 Gruppe), Donaustraße (2 Gruppen) und Hoshof (1 Gruppe) werden die Gruppen, die durch die Schließung des Regenbogenhauses an der Friedhofstraße wegfallen, kompensiert. Ausbaupläne gibt es für die Kindergärten St. Lambertus und in Obschwarzbach.
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