Mettmann: Neue Zeiten der S-Bahnen
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 02.12.2009 - 18:15Düsseldorf (RPO). Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember, kommen auf Bus- und Bahnfahrer zahlreiche Änderungen zu. Der VRR verspricht mehr Pünktlichkeit. 28 Buslinien im Kreis, die S 8 und die Regiobahn (S 28) sind betroffen.
Auf zahlreiche Änderungen zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember müssen sich die Nutzer von S-Bahnen und Bussen in der Region einstellen. Ursache ist im wesentlichen ein neues S-Bahnkonzept des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr mit einem neuen Taktraster und "entspannter Zugfolge". Die Pünktlichkeit soll verbessert werden, die Züge sollen auf schwach genutzten Abschnitten seltener fahren und auf Verstärkerzüge soll verzichtet werden, wo dies möglich ist.
Die S 8 in Erkrath wird künftig nicht mehr zu den Hauptverkehrszeiten durch die S 11 ab Düsseldorf-Hbf nach Wuppertal-Vohwinkel verstärkt, sondern durch eine Verstärkerlinie Langenfeld - Düsseldorf - Erkrath - Wuppertal-Vohwinkel. Damit gibt es künftig eine Direktverbindung von Erkrath nach Langenfeld. Die S 11 fährt künftig ab Düsseldorf-Hbf nach Düsseldorf Flughafen-Terminal.
Störmelder gesucht
Bernhard Osterwind und seine Erkrather BmU wollen kontrollieren, ob die Züge der Bahn nach der Fahrplanumstellung im Dezember wirklich pünktlicher fahren. Fahrgäste können "Störmeldungen" per Post oder per Email an die BmU schicken.
Er beklagt nun schon die nicht zueinander passenden Fahrzeiten der S 8 und der Entlastungszüge S 68. Die Folge sei, dass es keinen echten Zehn-Minuten-Takt geben wird, sondern einen "asymetrischen Takt" mit 13 und sieben Minuten.
Die alle 20 Minuten fahrende S 8 behält in der Hauptverkehrszeit in etwa ihren Zehnminuten-Takt durch die Ergänzung der S 68, die ebenfalls alle 20 Minuten fährt. In Richtung Wuppertal kommt so eine Taktfolge von 13 und sieben Minuten zustande, in der Gegenrichtung von acht und zwölf Minuten. Weitere Anpassungen erfolgen auf den Linien S 7, S 6 und S 9.
Bei der Mettmanner Regiobahn (S 28) kommt es durch die Anpassung an das veränderte S-Bahn-Konzept zu Fahrzeitverschiebungen von bis zu zehn Minuten, so der Sprecher der Bahn, Marcel Winter. Die Fahrgäste müssen sich folglich nach zehn Jahren auf neue Abfahrzeiten umstellen.
Die Regiobahn kündigt an, auf den Bahnhöfen, auf ihrer Homepage und im Kundencenter Mettmann-Stadtwald verstärkt auf diese Änderungen hinzuweisen. Auch wurde ein neuer Taschenfahrplan aufgelegt, der in Kürze im Kundencenter ausgelegt werden soll und in den Fahrzeugen der Regiobahn. Im Internet ist er als Download erhältlich. Im Bereich Gerresheim wird es wegen der Änderungen bei der S 8 und der S 11 zu einer Entspannung kommen, so der Regiobahn-Sprecher. Das Einfädeln der Regiobahn auf die Gleise der Deutschen Bahn fällt künftig leichter, weil die Regiobahn fünf Minuten vor der S 8 in Gerresheim abfahren wird.
Änderungen gibt es auch bei den Buslinien im Kreis Mettmann, die alle auf die Zeiten der S-Bahnen abgestimmt sind. Nach einer Information der Kreiskämmerei im zuständigen Fachausschuss des Mettmanner Kreistages sind insgesamt 28 Buslinien direkt oder indirekt betroffen. Allein im Mettmann gibt es sieben Linien, die angepasst werden müssen: die Ortsbuslinien 10, 11, 12 und 13, die 738, 742 und 743.
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