Mettmann: Neuer Betriebsleiter
VON DOMINIQUE SCHROLLER - zuletzt aktualisiert: 27.05.2010Düsseldorf (RPO). Jarno Debuschere aus Belgien kümmert sich um die Reitanlage Rommerskirchen am Dorper Weg. Er will die Qualität des Unterrichtes steigern und Jugendliche auf die Turnierteilnahme vorbereiten.
60 Pferde auf Anlage
300 Kinder und Jugendliche sitzen auf der Reitanlage Rommerskirchen regelmäßig im Sattel. "Einige kommen jedoch nur einmal in der Woche", sagt die Inhaberin Fee Rommerskirchen. Sie stellt ihnen 22 Schulpferde für den Unterricht zur Verfügung.
Die Reitstunden werden in der neuen Reithalle stattfinden, die mit 18 mal 47 Metern zwar nicht ganz Normmaße hat, aber genügend Platz bietet. Insgesamt stehen rund 60 Pferde auf der Anlage am Dorperweg.
Er fühlt sich in allen Sätteln zu Hause. Ob Springen, Dressur oder Gelände, Jarno Debuschere ist in allen Disziplinen erfolgreich. Das Herz des neuen Betriebsleiters auf der Reitanlage Rommerskirchen gehört der Vielseitigkeit. Er ist bereits bei der schwersten Prüfung der Welt in Badminton über die Hindernisse gejagt und hofft, in diesem Jahr auch bei den Weltreiterspielen für sein Heimatland Belgien an den Start gehen zu können.
"Das ist aber eher mein Hobby. Ich habe nur ein Championatspferd, das ich sparsam einsetze. Mein Beruf ist die Ausbildung von Pferd und Reiter", betont der 35-Jährige.
Er ist seit Februar in Mettmann und kümmert sich auf der Anlage am Dorperweg um die Betreuung der Privatpferde und die Leitung des Teams. "Wichtig ist mir vor allem, die Qualität des Unterrichtes zu steigern und vor allem die Kinder und Jugendlichen auf die Turnierteilnahme vorzubereiten."
Den gelernten Pferdewirtschaftsmeister hat das Konzept der Reitanlage und die Möglichkeit, als Betriebsleiter Verantwortung zu übernehmen, ins Rheinland gelockt. Zuvor war er in Warendorf tätig.
Hoffnung auf sportliche Erfolge
"Der Kontakt ist über meinen Kollegen Martin Volmer zustande gekommen", berichtet die Inhaberin Fee Rommerskirchen. Sie verspricht sich von der Zusammenarbeit vor allem sportliche Erfolge.
"Das Ziel ist, dass unsere Reiter künftig nicht nur in Basisprüfungen Schleifen sammeln, sondern wir auch in den höheren Klassen Mannschaften zu den Kreismeisterschaften schicken können."
Um Jarno Debuschere und seinen Schülern optimale Trainingsbedingungen bieten zu können, ist derzeit eine zweite Reithalle im Bau. "Nach jahrelangem Warten auf die Baugenehmigung, dürfen wir unseren zweiten Außenplatz nun endlich überdachen", sagt Fee Rommerskirchen stolz. Das Grundgerüst steht bereits und in einigen Wochen sollen auch Dach und Wände fertig sein.
"Wir haben jeden Tag fünf Reitstunden und vor allem im Winter war es mit den Privatpferde-Reitern in einer Halle sehr eng." Damit Zwei- und Vierbeiner künftig auch im Sommer mehr Platz haben, hat Fee Rommerskirchen zehn Hektar Grünland in unmittelbarer Nähe zur Reitanlage angepachtet. "Dort wollen wir eine kleine Geländestrecke anlegen."
Feste Hindernisse aufbauen
Langfristig sei auch denkbar, dort feste Hindernisse aufzubauen, um die Jugendlichen auch an die Vielseitigkeit heranzuführen. "An kleinen Geländeprüfungen auch auf Turnieren teilzunehmen, kann nur von Vorteil sein. Das wirkt der zu frühen Spezialisierung auf eine Disziplin entgegen", betont Jarno Debuschere, der auf dem Viereck ebenso sattelfest ist wie am Sprung und auf der Querfeldeinstrecke.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum