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Mettmann: Neues Kunst- und Kulturzentrum

VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 31.01.2009

Düsseldorf (RPO). Das Mettmanner Bürgerforum möchte das Gebäude-Ensemble hinter der Flintrop-Straße in der Innenstadt erhalten.

Bürger und Stadt sind aufgefordert, sich finanziell zu beteiligen. Ein Stück Mettmanner Stadtgeschichte soll bewahrt werden.
Dr.Peter Feyen (l.) und Architekt Manuel Reig stehen vor der ehemaligen Katholischen Knabenschule, die 1822 eröffnet wurde. Das Gebäude ist marode, soll nach dem Willen des Bürgerforum aber im alten Stil mit einer Schieferfassade wieder aufgebaut werden.  Foto: RPO
Dr.Peter Feyen (l.) und Architekt Manuel Reig stehen vor der ehemaligen Katholischen Knabenschule, die 1822 eröffnet wurde. Das Gebäude ist marode, soll nach dem Willen des Bürgerforum aber im alten Stil mit einer Schieferfassade wieder aufgebaut werden. Foto: RPO

Das Mettmanner Bürgerforum hat den Plan, das Gelände hinter der Post- und Johannes-Flintrop-Straße als Ensemble zu erhalten. Dort befinden sich eine alte Lager-Halle der Firma Overhoff, die ehemalige Katholische Knabenschule von 1822 und weitere Bauten. Die Gebäude befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und sind nur teilweise zu erhalten. Einige sollen, so das Bürgerforum, niedergelegt, aber in ihrer Grundstruktur wieder aufgebaut werden. Dr. Peter Feyen, Vorsitzender des Mettmanner Bürgerforums, hatte bereits im letzten Jahr Kontakt zur Familie Amberg aufgenommen, der das rund 2600 Quadratmeter große Gelände gehört. "Wir haben den Projektgedanken vorgestellt und sind auf Zustimmung gestoßen", sagt Feyen. Über den Kaufpreis werde noch verhandelt. Die Familie Amberg, so der Vorsitzende weiter, könnte sich vorstellen, einen Teil des Verkaufserlöses des Grundstücks in das Projekt zu reinvestieren.

Info

Mitglieder-Treff

Nächstes Treffen des Bürgerforums: Dienstag, 10. Februar, 19.30 Uhr Stadtwaldhaus.

Themen: Planung Overhoffschen Höfe, Verbesserung der Verkehrssituation Innenstadt, der Firmenlotse als Ansatz zur Wirtschaftsförderung.

Neuer Vorstand wird gewählt.

Seit Jahren liegt das Gelände mit den maroden Bauten brach. Die Stadt hatte unter dem damaligen Stadtdirektor Horst Masanek versucht, einen Fuß in die Tür beim Eigentümer zu bekommen. Es gibt sogar Pläne, dort am Mettmanner Bach ein kleines Wohnviertel zu bauen. Doch es gab unterschiedliche Vorstellungen über den Kaufpreis; eine Einigung kam zwischen Stadt und Familie Amberg nicht zustande. Die Pläne verschwanden wieder in der Schublade des Mettmanner Rathauses.

Dr. Peter Feyen hat offenbar mehr Erfolg mit seiner jetzigen Idee. Zusammen mit dem Architekten Manuel Reig, der ebenfalls Mitbegründer des Bürgerforums ist, ist ein ehrgeiziges Konzept erstellt worden. "In der 400 Quadratmeter großen Lagerhalle", so Reig, "könnte die Theatergruppe Die Knallfrösche ein Zuhause finden." Platz für eine Kulissen-Werkstatt ist ebenfalls vorhanden. Die Halle – sie muss mit ihren Sheddächern aufgestockt werden – bietet Platz für 200 Menschen, die dort Kulturveranstaltungen besuchen.

Ein Blick über das Gelände, das die Konzept-Entwickler Overhoffsche Höfe genannt haben. Im Hintergrund ist eine alte Halle mit Sheddächern zu sehen, die als Kultur-Veranstaltungsraum genutzt werden könnte. Foto: RPO

In der angrenzenden ehemaligen Katholischen Knabenschule sei Platz für ein Seniorentreff mit Café vorhanden. In einem weiteren Gebäude könnten Künstler im Erdgeschoss kleine Ateliers eröffnen und darüber wohnen. Da das Gelände an den Mettmanner Bach grenzt, bietet sich, so Manuel Reig, die Chance, einen Neubau hinter der alten Fabrik zu bauen. Angrenzend wäre ein Café mit einer Terrasse vorstellbar. Der Bauverein, dem die Alte Fabrik an der Breite Straße gehört, soll mit ins Boot geholt werden und sich mit einem Neubauprojekt, das sich an die Fabrik anschließt, beteiligen. "Die Overhoffschen Höfe Mettmann passen gut zu der Alten Fabrik des Bauvereins und ergänzen sich", sagt Dr. Peter Feyen.

Quelle: RP

 
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