Mettmann: Polizei findet Cannabisplantage
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 18:45Düsseldorf (RPO). Bei der Spurensuche nach einem Einbruch werden die Polizisten im Keller des Opfers fündig: Der Betäubungsmittelkonsument züchtet Hanfpflanzen. Jetzt muss er mit einem Strafverfahren rechnen.
Rausch-Wirkung
Die bekanntesten Cannabisprodukte sind Haschisch und Marihuana. Haschisch wird aus dem Harz, dem Pflanzensaft der Hanfpflanze gewonnen und meist zu braunen Platten gepresst. Marihuana besteht aus den getrockneten Blüten, Blättern und Stengeln der weiblichen Hanfpflanze.
"Kommissar Zufall" war im Spiel, als Polizeibeamte zu mehreren Wohnungseinbrüchen in Mettmann gerufen wurden. Bei der Aufnahme der Einbruchsspuren stellten die Beamten in einem Haus fest, dass das Einbruchsopfer eine Cannabisplantage im Keller betrieb. Jetzt muss der 38-Jährige neben dem materiellen Schaden mit einem Strafverfahren rechnen.
Als in der Nachbarschaft des 38-Jährigen am Mittwochabend ein aktueller Einbruch gemeldet worden war, der zu diesem Zeitpunkt offenbar nur wenige Minuten zurücklag, fahndete die Polizei in der unmittelbaren Umgebung nach den Tätern.
Ernte von Marihuana
Hierbei fiel den Beamten eine aufgebrochene Terrassentüre am verlassenen Heim des 38-Jährigen auf. Bei einer Nachschau in dem sofort umstellten Tatobjekt, mussten die Einsatzkräfte feststellen, dass hier tatsächlich ein oder mehrere bislang unbekannte Einbrecher eingedrungen waren, die Zimmer durchsucht und durchwühlt hatten. Als die Polizei das Einfamilienhaus nach den Tätern durchsuchte, konnte kein Eindringling mehr angetroffen werden. Die Einbrecher hatten den Tatort bereits mit noch nicht abschließend bekannter Beute wieder verlassen hatten.
Gleichzeitig machten die Beamten aber weitere interessante Entdeckungen. In den Kellerräumen des Hauses wurden zwei semiprofessionell eingerichtete Cannabisplantagen aufgefunden. Insgesamt konnten hier von der Polizei 76 Hanfpflanzen, in Größen zwischen 20 und 120 cm, sowie diverse Apparaturen und Hilfsmittel zur Aufzucht und Ernte des Marihuanas beschlagnahmt werden.
Der wenige Minuten später am Tatort eintreffende 38-jährige Bewohner des aufgebrochenen Hauses, wurde daraufhin nicht nur zum Einbruch befragt. Nach entsprechender Belehrung räumte er gegenüber der Polizei den Cannabisanbau ein, mit dem nach seinem Geständnis ein qualitativ besseren Eigenkonsum der illegalen Droge gedeckt werden sollte. Gegen den geständigen Betäubungsmittelkonsument wurde daraufhin ein Strafverfahren eingeleitet.
Unabhängig davon fahndet die Polizei aber weiterhin nach dem oder den flüchtigen und bislang unbekannten Einbrechern, die sich ganz offenbar nicht für den Drogenanbau im Keller, sondern nur für Wertgegenstände im Erdgeschoss des Einfamilienhauses interessiert hatten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum