Kommentar: Porzellan zerschlagen
zuletzt aktualisiert: 26.08.2009Düsseldorf (RPO). Über 100000 Menschen im Kreis Mettmann, in Solingen, Duisburg und Düsseldorf haben sich mit ihrer Unterschrift gegen die CO-Pipeline ausgesprochen. Sie sehen ihr Leben durch das hochgiftige Gas gefährdet und fürchten um den Wert ihres Eigentums. Wer will schon eine Immobilie kaufen, die neben einer möglicherweise todbringenden Rohrleitung liegt? Bayer nimmt diese Ängste nicht wahr und versucht, sein Projekt mit aller Macht gegen Widerstände durchzudrücken. Dabei wird von der Weltfirma, die einmal den besten Ruf gerade auch im Kreis Mettmann hatte, viel Porzellan zerschlagen. Die Chefs scheinen zu übersehen, dass sie damit ihrem Unternehmen schaden, und schieben verfassungsrechtliche Bedenken und Alternativen zur Pipeline bedenkenlos zur Seite. Geradezu skandalös ist es, wie der Bauherr mit seiner Baugenehmigung umgeht und eigenmächtig sicherheitsrelevante Dinge ändert. Ebenso skandalös ist, dass die Bezirksregierung diese Änderungen einfach nur abnickt. FIS
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum