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Mettmann/Erkrath: Presbyteriumswahlen verschoben

VON GABRIEL KORDS - zuletzt aktualisiert: 11.02.2008

Düsseldorf (RPO). Die Presbyteriumswahlen, die ursprünglich für den 24. Februar geplant waren, müssen in den Kirchengemeinden Mettmann und Hochdahl verschoben werden. Die über 15 000 Wahlberechtigten in diesen Gemeinden erhalten neue Unterlagen, die alten müssen vernichtet werden. Grund ist eine Datenpanne, die offenbar bei der Erstellung der Wahlunterlagen aufgetreten ist. „Wir haben eine Firma mit dem Direktversand der Wahlbriefe beauftragt, der nicht ordnungsgemäß erledigt wurde“, sagte Superintendent Frank Weber.

Fehlerhafte Numerierung

Zum einen sei die Nummerierung der Wähler fehlerhaft. So könnten einzelne Wähler theoretisch zwei Mal wählen. Außerdem habe die Druckerei manche Benachrichtigungen in die falschen Gemeinden verschickt. „Auf diesen Fehler haben uns aufmerksame Gemeindemitglieder hingewiesen“, berichte Diemut Meyer, Öffentlichkeitsreferentin beim Kirchenkreis . Der Versand neuer Unterlagen kann zum ursprünglichen Termin nicht mehr fristgerecht erfolgen.

Ob sich der Fehler einseitig der Druckerei zuweisen lässt, steht derzeit noch nicht fest. „Nach meinem aktuellen Kenntnisstand sieht es aber danach aus“, sagt Diemut Meyer gestern. Die genaue Analyse des Fehlers soll in dieser Woche erfolgen.

Pfarrer Jürgen Artmann, derzeit Präses in Mettmann, beziffert die Kosten für die erneute Herstellung und den Versand der Unterlagen allein für 11 000 Wahlberechtigte in Mettmann auf „einen größeren vierstelligen Betrag“. Dafür wolle man jedoch die Firma in Regress nehmen. Artmann unterstützt die Verschiebung der Wahl: „Das ist immer noch besser, als wenn die Wahl im Nachhinein angefochten worden wäre.“ Einen neuen Termin für die fünf Gemeinden – betroffen sind auch Haan, Lintorf und Ratingen – will der Kirchenkreis Anfang dieser Woche bekanntgeben.

Wahlbeteiligung erhöhen

Ziel des neuen Briefwahlverfahrens, das die beiden Gemeinden gemeinsam mit drei weiteren im Kirchenkreis erstmals anwenden wollten, war eine höhere Wahlbeteiligung. „Die hat sich auch bereits abgezeichnet“, sagte Pfarrer Volker Horlitz aus Hochdahl: „Der Rücklauf der bereits verschickten Wahlbriefe war ausgesprochen gut.“ Das ganze sei „extrem ärgerlich vor allem für die Kandidaten, die jetzt zur Wahl stehen“, sagte Jürgen Artmann. Superintendent Frank Weber gab die Parole aus: „Jetzt muss erst recht gewählt werden, wenn auch verspätet.“

Quelle: RP

 
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