Mettmann: Prinzenlose Zeit in Unterbach vorbei
zuletzt aktualisiert: 16.01.2007Düsseldorf (RPO). Die prinzenlose Zeit des Unterbacher Karnevals ist vorbei. Nachdem beim Hoppeditz Erwachen im November das Prinzenpaar der letzten Session verabschiedet wurde, bestiegen jetzt die neuen Regenten ihren Thron. Mit viel Applaus wurden Prinz Martin I. und Prinzessin Britta I. von den Jecken in der ausverkauften Wichernhalle empfangen.
„Die letzten Jahre habe ich immer im Publikum gesessen und meinen Spaß gehabt. Hier oben zu stehen ist dagegen gar nicht so leicht“, gestand der sichtlich nervöse Prinz, der als Maschinentechniker arbeitet. „Ich kann aber trotzdem jedem empfehlen, der gerne in weißen Strumpfhosen rumläuft, einmal den Karnevalsprinzen zu spielen.“ Seine Gemahlin war weniger von ihrer Kleidung als von ihrem Karrieresprung begeistert: „Vor zwei Stunden habe ich noch am Herd gestanden und jetzt bin ich Prinzessin.“
Für die 51. Session des Karnevalsausschusses Unterbach erließ das Paar, das auch im richtigen Leben verheiratet ist, einige Gesetze. Unter anderem ist „der Aufforderung ’Bitte Winken’ unverzüglich und freudig und ausschließlich mit beiden Händen nachzukommen.“ Außerdem soll ein Teil des Unterbacher Sees zugeschüttet werden, um Platz für die seit langem geplante Dreifachsporthalle zu schaffen. In diesem Zusammenhang überreichte Martin I. Oberbürgermeister Joachim Erwin beim Neujahrsempfang der CDU Unterbach eine Schaufel für den ersten Spatenstich.
Die Prinzenkürung war nicht der einzige Programmpunkt. Für gute Laune sorgten auch der Stimmenimitator Jörg Hammerschmidt, Büttenredner „Ne Bonte Pitter“, die beiden Redner des Schnäuzer Duos und die Düsseldorfer Band Alt Schuss.
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