Mettmann: Prinzenpaar und RP närrisch
VON NINA BOSSY - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Mettmann (RP). Mit reichem Gefolge besuchen die Unterbacher Tollitäten Stephan I. und Claudia I. die Redaktion der Rheinischen Post in der Kreisstadt Mettmann. Es ist der Start in eine schwungvolle Session.
Das Prinzenpaar
Stephan und Claudia Bungard sind, passend zu ihrem diesjährigen Amt, ganze jecke elf Jahre verheiratet.
Das sich nach Düsseldorf orientierende Prinzenpaar hat es im Berufsleben in die andere große Stadt am Rhein verschlagen. Beide arbeiten bei der Zurich Versicherung Köln.
Über den Karneval hinaus ist das Ehepaar sehr heimatverbunden. Während Stephan I. sich im lokalen Kegel- und Schützenclub sowie im Reitverein engagiert, stammt Claudia aus einer alteingesessen Erkrather Familie.
In purpurroten Samt gehüllt schreiten Stephan I. und Claudia I. stolz und festlich gewandet am Mittwochnachmittag in die Räumlichkeiten der Mettmanner Lokalredaktion. Mit ihrem Schlachtruf "auf Unterbach ein dreifaches I-A" und "Ein Helau auf die RP" sorgen sie für karnevalistische Hochstimmung und jecke Gespräche.
"Drei Wochen Urlaub haben wir uns gegönnt, um unsere rund 70 Termine zu bewältigen", erzählt Tollität Stephan, für den sein Amt als Unterbacher Prinz "Ehrensache" ist. Auch Ehefrau Claudia ist dieses Jahr Prinzessin aus Leidenschaft: "Ich habe mit ganzem Herzen Spaß an der Freude!"
Sammeln fürs Hospiz
Und dazu gehört für die Unterbacher, selber Spaß zu haben unddiesen dann unter ihrem Narrenvolk zu verbreiten – und das auch an Orten, wo jecke Stimmung nicht selbstverständlich ist. "Statt Geschenke und Blumen sammeln wir ganz nach Unterbacher Tradition für den guten Zweck." So kommen dieses Jahr die Erträge dem Kinderhospiz "Regenbogenland" zu Gute.
Festlich ist das Paar, die Stimmung und auch der Prinzenorden, den sie dieses Jahr verleihen. "Den Orden haben wir selbst gestaltet", erklärt Prinzessin Claudia stolz. "Er zeigt die Wappen des Sommer-, und Winterbrauchtums Erkraths, also das des Karnevalsausschusses Unterbach, sowie das Wappen der Hubertusschützen. Die Flamenco-Tänzer stehen, ganz persönlich, für unsere Urlaubsliebe Andalusien. Auch nicht fehlen darf natürlich der Esel als Wappentier von Unterbach und als der Begründer unseres Schlachtrufes. Zu guter letzt steht das wehende Tuch für eine schwungvolle Session!"
"Orden muss sein", findet auch die RP-Redaktion, und Redakteur Jochen Delphendahl überreicht der närrischen Gesellschaft ganz in Tradition den Orden der Rheinischen Post mit eben dieser Aufschrift..
Brauchtum, Gemeinschaft und Herzlichkeit, das sind genau die Attribute der Karnevalszeit, die das Ehepaar im Sommer bei der 5 mal 11 Feier dazu veranlasst haben, das Amt des Prinzenpaars zu übernehmen. "Außerdem sind wir als Rheinländer irgendwie schon jeck geboren", ergänzt Prinz Stephan schmunzelnd.
Der Zoch ist der Höhepunkt
Ein Höhepunkt der fünften Jahreszeit ist für das Prinzenpaar der anstehende Unterbacher Karnevalszug am kommenden Samstag. Damit dieses traditionsreiche Volksfest auch in Zukunft sicher bestehen kann, haben die jecken Veranstalter an die zahlreich erwarteten Besucher eine Bitte: "In den lokalen Geschäften kann man fürzwei Euro orange Buttons erstehen, um die Finanzierung der Veranstaltung zu unterstützen."
Bis dahin heißt es erst einmal warmlaufen – und bei eisigen Temperaturen auch warm zu bleiben. Ehrendame Claudia ist jedoch zuversichtlich: "Die Temperaturen steigen langsam – und außerdem passt unter mein Kleid noch einige Kleidungsstücke."
Tatsächlich wärmt aber die gute Stimmung schon von ganz allein. So verlässt die jecke Gesellschaft die Redaktion, ganz nach dem Motto: "Die Sterne funkele, die Unterbacher schunkele..."
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