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Erkrath: Protest gegen Hundehaufen

VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 24.03.2011

Düsseldorf (RPO). Der Bürgerverein Unterfeldhaus-Aktiv markiert mit Kindern der Tagesstätte mehr als 300 Häufchen mit Fähnchen. Hundekot ist nicht nur eklig, sondern kann bakterielle Infekte übertragen.

Haben die Nase voll: Melanie (v.l.) , Johann, Malte, Paula und David. Die Wiese gegenüber der Tagesstätte am Millrather Weg ist immer wieder mit Hundekot verschmutzt.   Foto: RPO
Haben die Nase voll: Melanie (v.l.) , Johann, Malte, Paula und David. Die Wiese gegenüber der Tagesstätte am Millrather Weg ist immer wieder mit Hundekot verschmutzt. Foto: RPO

Eigentlich hat die Wiese zwischen der Georg-Büchner-Straße und dem Millrather Weg einen lustigen Namen. "Charlies Bierweg" hat man den Weg mal getauft. Benannt nach einem legendären Herrn aus Unterfeldhaus, der den Weg wohl sehr häufig zur heute nicht mehr vorhandenen Kneipe benutzte. Doch zum Spaßen ist den Mitgliedern des Bürgervereins Unterfeldhaus-Aktiv nicht mehr zumute. "Wir ärgern uns sehr über den Hundekot, der überall auf dem 70 Meter langen Grünstreifen verstreut liegt", sagen Ulla Grimm und Ilse Kretschmer. Gemeinsam mit den Kindern der Tagesstätte am Millrather Weg zeigen sie verantwortungslosen Hundehaltern nun die Rote Karte.

Info

Boxen aufgestellt

An mehreren Stellen im Stadtgebiet hat die Stadt bereits Boxen aufgestellt, an denen die Hundehalter kostenlos Tütchen ziehen können.

Der Bürgerverein appelliert nun an die Hundehalter, diese Tütchen auch zu benutzen.

35 Euro Bußgeld droht

Jeden Haufen auf der Wiese haben sie gestern mit einem Fähnchen markiert und sich dazu Merksprüche ausgedacht. In einer halben Stunde gelang es mühelos, etwa 100 Hundehaufen auf der Wiese zu markieren. Auf den Fahnen steht zum Beispiel: "Das ist nicht lustig, sondern eklig" oder "Möchten Sie gerne in Hundescheiße treten". Auf einem Fähnchen erfahren Passanten, dass Hundehaltern 35 Euro Bußgeld drohen, wenn sie die Hinterlassenschaften nicht beseitigen. Hundekot auf der Wiese sei nicht nur ekelig, sondern könne auch bakterielle Infekte übertragen, so der Bürgerverein. Theoretisch möglich sind Hautausschläge, Durchfall sowie Lungen- und Blasenentzündungen. Auch mit Salmonellen könne man sich durch Hundekot infizieren, so der Unterfeldhauser Bürgerverein.

Hinzu komme, dass die Kinder der nahe gelegenen Tagesstätte und Schule keine Lust mehr hätten, ihre Schuhe vom Hundekot zu reinigen. Mit den Fähnchen appellieren die Organisatoren an das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter. Die Stadt habe eine Box mit Tüten für Hundekot aufgestellt, die die Hundehalter auch benutzen sollen. Wilfried Kretschmer ärgert sich: "Wir haben im Oktober 3000 Blumenzwiebeln auf der Wiese eingesetzt und den Hundekot beseitigt. Nun sind schon wieder 100 neue Hundehaufen da", sagt Kretschmer.

Auch auf dem Grünstreifen an der Max-Planck-Straße zwischen der Einmündung Maiblümchen und der A3-Brücke markierte der Bürgerverein etliche Hundehaufen. "Wir hoffen, dass unser Appell ein wenig hilfreich ist für ein schöneres hundekotfreies Unterfeldhaus", sagen Ulla Grimm und Ilse Kretschmer. Das Grün in den Städten diene der Verschönerung und dürfe nicht als Hundeklo missbraucht werden, so die Initiatoren.

Quelle: RP

 
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