Kommentar: Regentschaft kostet Geld
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 29.06.2010Düsseldorf (RPO). Offenbar wird es immer schwieriger, einen potenziellen Anwärter für das Amt des Königs zu finden. Erst nach einem Krisengespräch mit Bürgermeister, Präses und dem geschäftsführenden Vorstand, gelang es der Bruderschaft im Jubiläumsjahr einen Königsanwärter zu finden. Mettmann ist aber kein Einzelfall. Auch andere Schützenvereine stehen zwar nicht immer, aber immer öfter vor der Frage, wer schießt? So eine Königswürde kostet Geld, auch wenn die Bruderschaft einen Zuschuss für das Regentschaftsjahr zahlt. 6000 Euro und mehr muss der König übers Jahr gesehen, ausgeben. Hinzu kommen zahlreiche gesellschaftliche Verpflichtungen, die ebenfalls gestemmt werden müssen. Und die Gattin muss ihre Zustimmung geben, was nicht immer ganz einfach ist und viel Überredungskunst bedarf. Dennoch: Ohne König, kein Schützenfest. Deshalb wäre es sinnvoll, im Vorfeld Bewerber zu suchen und zu finden. Es sieht nicht gut aus, wenn beim Jubiläums-Schützenfest Überredungskünste von außen und auf dem offenen Markt nötig sind. Jedenfalls hat Stefan Prangenberg mal wieder gezeigt, dass er ein echter Schützenbruder ist und seiner Bruderschaft stets zur Seite steht. Auch in schwierigen Zeiten. Ihm und seiner charmanten Königin Andrea sei eine schöne Regentschaft gewünscht.
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