Wülfrath: Rollende historische Kostbarkeiten
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 29.08.2010 - 15:35Düsseldorf (RPO). Bei der 14. Historischen Klingenfahrt der MSG Solingen kamen die Oldtimer am Samstagmittag auch durch Wülfrath. Erstmals war in diesem Jahr eine Stempelstation auf dem Gelände der Bergischen Diakonie Aprath eingerichtet worden.
Die Teilnehmer der Oldtimerfahrt mussten sich am Streckenposten von Horst Krause mit einem Stempel auf ihrem Teilnehmerbogen bestätigen lassen, dass sie diesen Posten passiert und nicht etwa eine Abkürzung genommen hatten.
Dennoch war für viele Besucher an diesem Stopp eine gute Gelegenheit, die Autos von anno dazumal einen kurzen Augenblick unter Lupe oder vor allem vor die Kameralinse zu nehmen. Und der eine oder andere schwelgte auch in Erinnerungen an seinen ersten fahrbaren Untersatz. Bis es soweit war, mussten sich die Besucher am Samstag auf dem BDA-Gelände allerdings zunächst in Geduld üben.
Die Kolonne der 100 angemeldeten Fahrzeuge hatte nämlich eine gute halbe Stunde Verspätung. Als erstes bog kurz vor halb zwei endlich die Nummer 5 der Tour, ein Buick 56/C-8 aus dem Jahr 1930, auf den Erfurthweg ein. Und sofort wurden die Fotoapparate hochgerissen, ein Auflauf von Paparazzi hätte nicht größer sein können, wäre Claudia Schiffer in diesem Moment vor der Cafeteria aufgetaucht.
Die schmucken alten Wagen haben ihre Fangemeinde, wie sich auch beim Fachsimpeln der Fotoamateure am Rande der Veranstaltung zeigte. Da wurden bereitwillig auch Fotos von anderen Oldtimern, die sich noch auf dem Chip befanden, vorgeführt.
Einige Fahrer der historischen Autos sorgten für humorige Einlagen, indem sie die alten Hupen der Wagen just vor dem Stempelplatz drückten. Manches Quieken oder Krächzen sorgt doch für heftige Belustigung unter den Besuchern: „Die hat aber ’nen kräftigen Husten“, kommentierte einer das leise Fiepen. Mit eher fachmännischem Blick begutachtete der Wülfrather Michael Hörner die Szene. Schließlich fährt er seit einigen Jahren den Opel Rekord, der als erster Oldtimer auf dem Gelände ankam. Gerne wäre er die Tour mitgefahren, hatte aber leider zu spät davon erfahren. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
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