Erkrath: Schüler arbeiten international
VON SIMONE KAMPF - zuletzt aktualisiert: 12.05.2010Düsseldorf (RPO). Das Gymnasium am Neandertal plant ein europaweites Projekt, das sich mit Wasser als wichtiger Ressource beschäftigt. Die per Videokonferenz verbundenen Partnerschulen liegen in Spanien, England, der Türkei, Rumänien und Bulgarien.
Welche Zukunft hat die Europäische Union? Wie erreichen wir mehr Demokratie in der EU? Und: Warum werden 80 Prozent der Gesetze eigentlich in Brüssel beschlossen? Diese und weitere Fragen stellten die Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums am Neandertal ihren prominenten Gästen.
Projektsprache Englisch vertiefen
Anlässlich des EU-Projekttages waren Staatssekretär Günter Winands, Dr. Bettina Fischer, Pädagogische Mitarbeiterin im Ministerium für Schule und Weiterbildung, Bürgermeister Arno Werner und Juliane Krüger, Dezernentin bei der Bezirksregierung in Düsseldorf, gekommen, um den Schülern in einer Podiumsdiskussion zum Thema EU Antworten zu geben.
Ergebnisse sammeln
Zwar liegt das Gymnasium am Neandertal nicht am Meer, wie andere Partnerschulen, dafür aber an der Düssel. Darüber hinaus nutzen die Schüler den Unterbacher See in sportlicher Hinsicht, um zu rudern.
Im Rahmen des Projekts soll das Gymnasium eine gemeinsame Webseite erstellen, um alle Ergebnisse zu sammeln.
In welcher Weise sich das Gymnasium am Neandertal mit dem Thema Europa auseinandersetzt, konnten die Gäste im Anschluss an die Diskussion in einer Ausstellung betrachten. Unter dem Titel "Life by the Water" hat die Schule ein Projekt beantragt, an dem auch fünf weitere Partnerschulen aus Spanien, der Türkei, Bulgarien, England und Rumänien teilnehmen sollen. Die geplante Schulpartnerschaft beschäftigt sich mit der Bedeutung von Wasser in der Umgebung und dessen Einfluss auf das Leben der Menschen. Denn Wasser stellt gerade im klimatischen Kontext eine wichtige Ressource dar, die einen nachhaltigen Gebrauch erfordert. In dem Projekt sollen sich die Schüler daher intensiv mit zentralen ökologischen Fragen zum Thema Wasser im europäischen Kontext auseinandersetzen. Ein weiteres Ziel soll die Anwendung und Vertiefung der Projektsprache Englisch sein.
Jutta Clodius, Lehrerin für Englisch und Französisch am Gymnasium am Neandertal, legt großen Wert auf eine internationale Zusammenarbeit der Schulen und hält einen Schüleraustausch für enorm wichtig: "Es gibt nichts Besseres als den Schülern möglichst früh beizubringen, global denken zu lernen. Wir wollen mit unseren Partnern ins Gespräch kommen und uns dann über gemeinsame Themen austauschen." Im Zusammenhang mit dem Projekt hält Jutta Clodius die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Erhaltung der Ressource Wasser für eins der wichtigsten Ziele. Sollte das Projekt "Life by the Water" im Juni genehmigt werden, können die Schüler ab September 2010 mit ihren Recherchen beginnen.
Regelmäßiger Austausch
Im Vordergrund steht eine selbstständige und eigenverantwortliche Planung, Vorbereitung und Durchführung des Projekts. Mit Hilfe von Videokonferenzen, z.B. über Skype, oder Emailverkehr sollen sich die Schüler regelmäßig mit ihren Partnerschulen über den Stand der Dinge austauschen.
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