Mettmann: Schüler brauchen mehr Platz
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 06.09.2008Düsseldorf (RPO). Die Schule für Sprachförderung am Peckhaus platzt aus allen Nähten. Es fehlen fast 400 Quadratmeter.
Der Kreis überlegt, ob er einen Anbau erstellt, das Gebäude aufstockt oder eine Dependance einrichtet.In einem Klassenzimmer der Schule für Sprachförderung am Peckhaus in Mettmann geht die Tür kaum zu, wenn 13 oder 14 Kinder auf ihren Stühlchen Platz genommen haben. In einem anderen kehrt erst dann Ruhe ein, wenn Kinder und Lehrer eines dahinter liegenden Klassenzimmers Platz genommen haben. Denn die hintere Klasse ist nur durch den ersten Raum zu erreichen. Sie hat keinen eigenen Zugang zum Flur.
Räume an Grundschule angemietet
Die Mettmanner Förderschule hat bereits zwei Räume in der nahen Grundschule Spessartstraße angemietet. Dies ist jedoch ab dem Schuljahr 2009/10 nicht mehr möglich. Dann braucht die Grundschule die Räume für ihren Ganztagsunterricht, sagt Schuldezernent Hans-Anton Fliegauf. Sämtliche Fachräume an der Peckhauser Straße 20 wurden als Klassenräume eingerichtet. Insgesamt fehlen 13 Räume – vier Klassenräume, sechs Gruppenräume, ein Kunst- und Werkraum, ein Musikraum und ein Elternsprechzimmer. Fast 400 Quadratmeter fehlen für den Sprachförderunterricht in der ehemaligen Metzkausener Hauptschule, stellt der Leiter des Kreisschulamtes, Volker Freund, in einer Analyse fest.
Schule am Peckhaus
Sie ist eine Förderschule für Sprache des Kreises Mettmann.
Schülerzahl 2003: 183; 2008: 200.
Die Sprachförderschule ist „Durchgangsschule“: Ziel ist es, dass die Kinder möglichst rasch in den Regelunterricht einer Grundschule kommen.
Tag der Offenen Tür: Am Samstag, 25. Oktober, 10 - 12 Uhr, ist die Schule zur Besichtigung geöffnet. Es gibt ein buntes Programm.
Um den Platzmangel an der Sprachschule zu beheben, denkt der Kreis über eine Erweiterung nach. Eine optimale Lösung wäre ein Anbau. Die zweitbeste Lösung, eine Aufstockung des Gebäudes, würde den Unterricht der Kinder erheblich beeinträchtigen: Ein Jahr lang könnte in drei darunter liegenden Räumen kein Unterricht erfolgen. Die Auslagerung eines Teils der Schüler in ein anderes Gebäude, in eine Dependance, wäre ebenso nachteilig wie die Errichtung einer dritten Förderschule Sprache, die organisatorisch an die Schule Peckhaus angebunden wird. Schulleiterin Heidi Kittner-Uhl sieht Nachteile für ihren Unterricht: Vorgeschriebene Fächer wie Englisch, Religion und Sport könnten nicht im vorgegebenen Maß erteilt werden. Zwischen der Dependance und dem Stammhaus gäbe es nur stockenden Informationsfluss, und die Teamarbeit der Lehrer wäre nicht gewährleistet. Dies, nachdem die Bezirksregierung Düsseldorf den Peckhausenern gerade „hervorragende Arbeit“ bescheinigt hat. Dennoch spricht der Kreis Mettmann mit der Mettmanner Stadtverwaltung über die Möglichkeit, eine Dependence einzurichten. Dezernent Fliegauf deutete an: Möglicherweise werden die Städte künftig in dem Bereich der Sprachförderung selbst mehr für die Kindern tun müssen.
Eine weitere Lösung wären Containerklassen. Dies könnte aber allenfalls eine vorübergehende Lösung sein, so Freund. Im September werden der Bauausschuss und der Schulausschuss des Kreistages über die Lösung des Raumproblems am Peckhaus beraten.
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