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Mettmann: Schüler experimentieren

VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 17.03.2010

Düsseldorf (RPO). An der Grundschule Herrenhaus haben Eltern und Kinder eigene Versuchsanordnungen gebastelt. Die Anregungen haben sie sich bei der Mini-Phänomenta geholt, die vor einem Jahr an der Schule veranstaltet wurde.

Mit Spaß und großem Interesse bei der Sache: In der Grundschule Herrenhauser Straße probieren die Schüler die ersten Experimentierstationen einer eigenen Mini-Phänomenta aus.  Foto: RPO
Mit Spaß und großem Interesse bei der Sache: In der Grundschule Herrenhauser Straße probieren die Schüler die ersten Experimentierstationen einer eigenen Mini-Phänomenta aus. Foto: RPO

Mit "Tanzenden Flöhen", einem hölzernen Balancestab, einer Bleistift-Tonleiter und einer Kugelbahn können die Schüler der Grundschule Herrenhauser Straße künftig in den Pausen experimentieren. Gestern wurden die ersten Exponate, die mit Hilfe einiger Eltern gefertigt worden sind und nun in der Pausenhalle ihren Platz gefunden haben, von den Schülern begeistert in Betrieb genommen.

Interesse an Balancestab

Bei den Mädchen besonders beliebt war der Balancestab, den Steffi Jordan mitgebracht hatte. Ein langer schmaler Holzstock, an dem kurz vor dem einen Ende eine schwere Kugel befestigt ist. Doch wer meinte, mit der Kugel direkt über dem Finger sei der Stab leichter zu balancieren, wurde eines Besseren belehrt. Viel leichter ließ sich die Balance halten, wenn das schwere Gegengewicht sich weit weg vom Finger befand.

Info

An der Uni erdacht

Bei der "Mini-Phänomenta" handelt es sich um 52 einfache Experimente für Schulflur, Pausenhalle und Klassenzimmer in Grundschulen, die von Prof. Dr. Lutz Fiesser, Universität Flensburg, entwickelt und erprobt wurden.

Kräftiges Reiben mit einem Taschentuch über eine Plexiglasscheibe war gefragt, damit die darunter im Holzkasten liegenden Styroporkügelchen kleine Tänze aufführten. Den Kasten für das Experiment zur elektrostatischen Aufladung hatte Jörg Freymann mitgebracht, außerdem hatte er sich um die große Kugelbahn gekümmert, auf der nun das Verhalten einer Kugel auf einer schiefen Ebene verfolgt werden kann. Und an der Bleistift-Tonleiter lässt sich sogar mit Hilfe von Strom Musik machen, erläuterte Steffi Jordan. Durch eine Leitung mit zwei offenen Prüfspitzen wird ein schwacher Strom geschickt, der Stromkreislauf schließt sich, wenn die Spitzen aneinander gehalten werden. Er schließt sich aber auch, wenn die Spitzen gegen einen einfachen Bleistiftstrich auf einem Blatt Papier gedrückt werden. Und er erzeugt unterschiedlich hohe Töne, je weiter die Spitzen auf dem Graphit des Bleistiftes auseinander liegen.

Die Experimente zeigen, dass Schule nicht nur bloßes Büffeln sein müsse, sondern auch Spaß machen kann, betonte Schulleiterin Birgit Krohm. Nachdem 2009 die Mini-Phänomenta für eine Woche an der Schule zu Gast war, reifte der Gedanke, solche Experimentier-Möglichkeiten auf Dauer an der Schule zu schaffen.

Quelle: RP

 
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