Mettmann: Schule kooperiert mit Uni
VON SUSANN KRÜLL - zuletzt aktualisiert: 24.10.2011Mettmann (RP). Um den Schülern einen guten Übergang von der Schule in die Universität zu ermöglichen, haben das Konrad-Heresbach-Gymnasium und die Bergische Hochschule Wuppertal einen Vertrag geschlossen.
Seit Anfang des Jahres hatte es zahlreiche Treffen zwischen Schulleiter Dr. Rudolf Kirschner und Co-Rektorin Dr. Ulrike Möllney mit Vertretern der Bergischen Universität und des Ministeriums für Forschung und Bildung gegeben. Es sollten die Leitlinien für einen Kooperationsvertrag zwischen den beiden Bildungsträgern festgezurrt werden. Am Freitag wurde die bereits bestehende Zusammenarbeit – wie die Teilnahme der Uni an dem jährlichen Hochschultag der Schule oder Besuchen von Chemie- und Physikkursen in den Schülerlaboren der Uni – durch die Unterzeichnung nun auch offiziell erweitert: "Wir möchten unseren Abiturienten einen guten Übergang von der Schule in die Universität ermöglichen," betonte ein sichtlich erfreuter und stolzer Dr. Kirschner in seiner Ansprache an die Gäste in der Schulmensa.
Veranstaltungen
Ausgewählte Veranstaltungen der Bergischen Universität Wuppertal für Schüler in 2012: Primanertag: Vorträge und individuelle Gespräche mit Hochschullehrern und Berufspraktikern, Sa., 21. Januar ab 14.30 Uhr
Schüler-Info-Tage: Kurzvorträge und Präsentationen zu allen Studienfächern durch die Lehrenden sowie Laborbesichtigungen, 23. Januar bus 3. Februar.
Bilinguales Projekt
"Die persönliche Begleitung bei der Wahl des richtigen Studiengangs ist auch im Medienzeitalter, in dem Informationen zwar in Sekundenschnelle verfügbar, aber bei einer Auswahl von hunderten von Fächern auch schier unüberschaubar sind, nach wie vor unverzichtbar," betonte der Schulleiter. Eine Auffassung, die Prof. Dr. Andreas Fromme, Prorektor für Studium und Lehre, und Dr. Christine Hummel, Leiterin der Studienberatung, die das Projekt von Universitätsseite federführend betreut, unterstrichen.
Für die Universität sei es unverzichtbar, begabte und gut vorbereitete Abiturienten gewinnen zu können. "Wir möchten den bilingualen Unterricht um Französisch als zweite Sprache neben Englisch auszubauen. Ich könnte mir ihre Schule gut als Partner vorstellen. Außerdem planen wir die Ausbildung von Studenten zu Studienberatern, die den Schülern ihre praktischen Erfahrungen weitergeben sollen," gab der Professor noch einen Ausblick. Wie er, unterstrich auch Dr. Hummel, die Schulleiter Dr. Kirchner als "Mutter des Projekts" vorstellte, dass das personalisierte Konzept der Wuppertaler Uni den angehenden Studentinnen und Studenten ihre Stärken und Schwächen sowie Neigungen und Begabungen erkennen helfen wolle, um den für sie passenden Studiengang zu finden. Sie ermunterte: "Machen Sie sich frei von Gedanken wie: Ich will nach dem Studium einen Porsche fahren. Folgen Sie ihren Neigungen und Talenten, denn nur dann werden Sie das für sie Passende wählen und das Studium erfolgreich abschließen." Caroline Sensen, stellvertretende Schülersprecherin, hat der Besuch von Vorlesungen sowie Führungen durch Labore und Bibliothek die Unsicherheit, was sie später an der Universität erwarte, schon einmal genommen.
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