Mettmann: Schutz vor den Viren
VON JULIA HAGENACKER - zuletzt aktualisiert: 18.08.2009Düsseldorf (RPO). Gestern hat das neue Schuljahr begonnen. Die Städte haben allen Schulen und Kindertagesstätten Seifenspender für die Klassenräume, Einweg-Papierhandtücher und Desinfektionsmittelstationen zur Verfügung gestellt.
Hunderte Seifenspender für die Klassenräume, bergeweise Einweg-Papierhandtücher und vereinzelte Desinfektionsmittelstationen für Gemeinschaftstoiletten haben die Städte Mettmann, Erkrath und Wülfrath ihren Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten in den vergangenen Tagen zur Verfügung gestellt.
Die zusätzlichen Hygienartikel sollen – in Verbindung mit regelmäßiger Nutzung – helfen, eine sprunghafte Ausbreitung der so genannten Schweinegrippe zu verhindern. "Bezahlt", sagt Dietmar Ruda, Leiter des Wülfrather Schulverwaltungsamtes, "werden solche Anschaffungen von den Städten, in der Regel aus den jeweiligen Schuletats. Das läuft dann unter ,normale Bewirtschaftungskosten'."
Verhaltenes Gelächter
In der vergangenen Woche hatte sich die NRW-Landsregierung dazu entschlossen, die Schulferien nicht, wie ursprünglich erwogen, wegen der möglicherweise aus Urlaubsorten eingeschleppten Schweinegrippe zu verlängern. Stattdessen wurden Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder, Erzieher und Eltern zu erhöhter Aufmerksamkeit in Bezug auf Krankheitssymptome und Hygiene aufgefordert. Seither ist in Schulen und Kindergärten mehrmals am Tag mehrminütiges Händewaschen mit Seife und Wasser Pflicht.
In der Klasse 10 b der Wülfrather Theodor Heuss-Realschule wurde das Reinigungsritual gestern, zu Beginn der ersten Stunde, erstmals unter verhaltenem Gelächter absolviert. "Ganz ehrlich, so richtig ernst", sagte Schülerin Aurora Scavone (16), "nehmen die meisten die Sache hier nicht."
Auch was die Umsetzung eines Kuss- und Umarmungsverbots betrifft, blieben die gut gemeinten Vorgaben des Kreisgesundsheitsamts am ersten Schultag nach den Ferien weitestgehend Theorie. "Die meisten haben sich sechs Wochen lang nicht gesehen", sagte Schüler Moritz Faust (15). "Über die Schweinegrippe hat sich da heute morgen wirklich niemand Gedanken gemacht."
Hygiene beim Essen
"Was die Essensausgabe in der Schul-Mensa betrifft, gelten auch dieser Tage die ganz normalen Hygienevorschriften", sagt Astrid Hintertür, Fachbereichsleiterin Schule, Bildung und Soziales bei der Stadt Mettmann.
So müssen Mitarbeiter ihre Hände zum Beispiel vor jedem Kontakt mit Speisen unbedingt reinigen. Die Kleidung muss sauber sein. Es darf nicht in die Hand gehustet werden.
In vielen Mensen wird das fertige Essen angeliefert. "In den Kitas gilt bereits, dass Essensreste nicht in dem Wagen abtransportiert werden dürfen, in dem das Essen angeliefert wurde", sagt Hintertür.
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