Erkrath: Sommerfest der Emotionen
VON MANFRED MÜSCHENIG UND JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 31.07.2007Düsseldorf (RPO). Regenresistent zeigten sich die Besucher des Sommerfestes am Hochdahler Markt. So war der dritte Simultanmalkurs trotz der Schauer gut besucht. Andrea Pust von der Bastelstube Pusteblume musste für die ersten Reihen sogar Regenschirme über die Bilder halten, damit die Farben nicht gleich zerfließen.
Nicht nur mit farbenprächtigen Kostümen erinnert das Kölner Damen-Salonorchester „Die Madämchen“ an die 20er Jahre, auch an den Instrumenten sind die Damen routiniert und heimsten verdienten Beifall ein. Die Besucher lauschten meist gut beschirmt den Klängen alter Zeiten.
Auch ein Charleston durfte im Repertoire der Madämchen nicht fehlen. „Wer kann denn hier noch Charleston?“, fragte ModeratorinPetra Nova das Publikum. Als sich niemand meldete, legte sie selbst gekonnt den Modetanz der Zwanziger aufs Parkett und wurde mit Szenenapplaus belohnt.
Frühstück gefragt: Nachdem es zunächst zäh angelaufen war, ging das Open-air-Frühstück beim Frischemarkt von Christoph Windges doch noch reißend weg: 180 Portionen habe er verkauft, berichtete Windges am Nachmittag. Und auch da brummte der Laden. Klar, bei einigen Extraangeboten zum verkaufsoffenen Sonntag.
Flagge zeigen als Hochdahler ist ebenfalls in: Die T-Shirts mit dem Aufdruck „Neandertaler… Nein Hochdahler“, die Harald Brzeske an seinem Stand anbot, fanden viele Anhänger.
Einen Großabnehmer für ihrenSommerfest-Sandstrand vor der Buchhandlung hat Sara Willwerth bereits gefunden. Die Anfrage kam vom Wildgehege des Neandertals. Innerhalb des Geheges gibt es einige Kuhlen, die damit aufgefüllt werden.
Mit von der Partie war auch der Verein „Die Erkrather“, dessen Mitglieder schwerpunktmäßig aus Alt-Erkrath kommen. „Wir bauen Brücken“, so das Motto des Vereins. Das gelte auch für die Stadt, wurde am Stand betont: „Wir sind ein Verein für alle Erkrather, haben auch einige Hochdahler Mitglieder“.
Leider gab es auch Vandalismus während des Festes zu beklagen. So wurden in der Nacht zum Sonntag einige Fahrzeuge im Bereich des Hochdahler Marktes erheblich beschädigt. Darunter auch ein neuer Golf, den das Autohaus Schulz ausgestellt hatte. Radkappen wurden eingetreten, ein Kotflügel ebenfalls, der Heckwischer abgebrochen. Glück im Unglück: Der Täter wurde wenig später gestellt.
Die Interessengemeinschaft Immermannstraße und Umgebung (IGIU) Erkrath sammelte mit Unterstützung der Werbegemeinschaft Hochdahler Markt an einem Stand beim Fest der Emotionen 1799 Unterschriften gegen den Bau der Bayer-Pipeline. Damit haben bereits 9029 Erkrather Bürger ihre Unterschrift gegeben. Im ganzen Kreis Mettmann sind es 31 043 Unterschriften. Und die IGIU sammelt weiter.
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