Erkrath: Sponsoren für Schulen
VON MONIKA SPANIER - zuletzt aktualisiert: 18.09.2008Düsseldorf (RPO). Der RC Neandertal ist mit seinem neuen Präsidenten Daniel von Busse in ein neues Amtsjahr gestartet.
Zwölftklässler sind zum zehnten Rhetorik-Wettbewerb eingeladen. Die Förderschule erhält Essensgeld.Neuer Präsident beim Rotary Club Neandertal ist Daniel von Busse aus Unterfeldhaus. Projekte, die der Nachfolger des Erkrathers Hasso von Blücher in seinem Amtsjahr startet, wollen Jugend, Schule und Beruf stärken, zeigen soziales Engagement, befassen sich mit Wissenschaft und Technik und verlieren die internationalen Kontakte nicht aus den Augen.
Zum zehnten Mal wird es wieder einen Rhetorik-Wettbewerb geben, an dem sich Zwölftklässler aus Gymnasien in Erkrath, Mettmann, Hilden, Haan, Gerresheim und Benrath beteiligen können. Die Teilnehmer sollen von den Schulen ausgewählt werden. Zum Thema „Kontinuität“, das sich Vorstand und Präsident auf die Fahnen geschrieben haben, werden die jungen Leute eine 20-minütige Rede im Landhotel Am Zault halten. Siegerehrung ist dann am 4. März 2009. Der 1. Preis ist mit 300 Euro dotiert, der 2. und 3. Preis mit jeweils 200 Euro. Für die betreffenden Sieger-Klassen gibt’s Rhetorik-Seminare.
Der neue Präsident
Seit Juli 2008 ist Daniel von Busse (57) Präsident des Rotary Clubs Neandertal.
Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern (22 und 23 Jahre alt), die im Studium sind und lebt seit 18 Jahren in Unterfeldhaus.
Daniel von Busse studierte Wirtschaftswissenschaften in Gießen. Beruflich führt er in Köln eine Personalberatungsgesellschaft zur beruflichen Neuorientierung von Fach- und Führungskräften.
Schon sein Vater war Rotarier in Solingen.
Bücherset für Grundschüler
Unter dem Motto „Lesen lernen, Leben lernen“ wird die Ausgabe von Büchersets an Grundschulen vervollständigt. „Wir wollen das Lesen als Alternative zur Beschäftigung mit dem Computer näher bringen“, sagt Präsident Daniel von Busse. Die Berufsbildungsgespräche mit Jugendlichen aus 12. Klassen der Gymnasien in Erkrath und Hochdahl werden fortgesetzt. Die Rotarier, die alle unterschiedliche Berufe haben, stehen in lockeren Runden Rede und Antwort und berichten aus reichhaltiger Erfahrung. Auch das Projekt NEAnderLab, das vom Verein „erkrath initial“ angestoßen wurde, wollen die Rotarier vom Neandertal intensiv voran treiben.
Die Unterstützung der Friedrich-Fröbel-Schule hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Gab’s früher Skier zur Freizeitgestaltung, später Computer und Bildschirme, so wird heute der Mittagstisch an der Förderschule gesponsert. Das Essen wird dort in der eigenen Küche zubereitet und mit 6000 Euro im Jahr von den Rotariern bezuschusst. Von Busse, der im vergangenen Jahr bereits das Amt des Vizepräsidenten ausübte, erinnert sich, wie liebevoll die Sponsoren bewirtet und bedient werden, wenn sie von Schulleiterin Birgitta Schümmelfeder-Wanek zu einem Dankeschönessen eingeladen werden.
„Ich bin ein Neandertaler“, mit diesem abgewandelten Kennedy-Zitat kann Daniel von Busse immer wieder international punkten. Der holländische Partnerclub Zutphen, der gerne zum Erkrather Stadtfest eingeladen wird, organisiert im November eine Radtour zu alten Schlössern. In ihren Bildungsveranstaltungen scheuen die Rotarier nicht die Polarisierung und stellen sich Themen wie Kernkraftwerke oder CO-Pipeline. Ein Besuch des Deutschlandfunks steht noch an. Über die Aufnahme von Frauen diskutiert der 44 Mitglieder zählende Club permanent kontrovers.
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