Erkrath: Sport-Projekt kommt ins Rollen
VON ISABEL KLAAS - zuletzt aktualisiert: 27.06.2012Erkrath (RP). Noch in diesem Sommer sollen Rampen und Schanzen für Bikes und Boards am Gödinghover Weg stehen. Damit erfüllen Kommunalpolitiker und Verwaltung einen Herzenswunsch Jugendlicher in Alt-Erkrath.
Die Chancen stehen gut, dass noch in diesem Sommer am Gödinghover Weg eine Skater-Anlage steht, und zwar mit richtigen Wettkampf-Teilen für BMX-Freestyle und Boards, und keine "Mickey-Mouse-Anlage", wie die Jugendlichen im Vorfeld befürchtet hatten.
Der Haupt- und Finanzausschuss gab gestern grünes Licht, 30 000 Euro für Miniramp, Wallride, Street Spine und Curb zur Verfügung zu stellen. Sieben Teile sollen es insgesamt sein, die zu akrobatischen Sprüngen und Pirouetten reizen – ganz zur Freude von Jugendamtsleiter Uwe Krüger, der für die stabilere Variante eingetreten ist, "damit die Kids die Lust nicht zu zu schnell daran verlieren".
Sie bestimmen mit
Der Jugendrat, der sich vehement für die neue Anlage eingesetzt hatte, wird von Michelle Werth, Barbara Milles, Sebastian Thiele, Rieke Schütte und Clara Haake in den jugendrelevanten Ausschüssen des Erkrather Stadtrats vertreten. Als Stellvertreter agieren Lisa Inger, Nurgül Yüksel und Max Chazan.
Zeitgeist tickt anderes
Die vorhandene Multifunktions-Anlage für Rollhockey, Basketball und Volleyball entspreche einfach nicht mehr dem Zeitgeist, sagt Krüger. Die Körbe werden zwar wohl nicht demontiert, können aber ab Sommer nicht mehr uneingeschränkt genutzt werden. Pop-Konzerte "im Käfig" – wie die Umzäunung genannt wird – sollen jedoch nach wie vor ein- bis zweimal im Jahr auf dem Platz stattfinden. "Dafür werden die Einzelteile dann abgeschraubt", sagt Krüger.
Allerdings könne man sie nicht bei jeder Gelegenheit demontieren. "Dafür sind sie einfach zu groß und zu schwer", so Krüger. Für acht bis 18-Jährigen ist das Skater-Dorado am Gödingshover Weg auf einer Fläche 30 mal 20 Metern gedacht. "Wir wollen dort auch regelmäßig Wettbewerbe austragen", stellt sich Krüger die rollsportliche Zukunft in Alt-Erkrath vor. Die Halfpipe sei der Herzenswunsch vieler Jugendlicher. 30 Jungen und Mädchen sind mit Nachdruck an den Jugendhilfeausschuss herangetreten.
Für 150 Kinder
Krüger schätzt, dass in Alt-Erkrath rund 150 Kinder die Rampen nutzen werden. Die Öffnungszeiten sollen großzügig gehandhabt werden, zumal von dem relativ abgelegenen Gelände in der Nähe des Tennisplatzes keine Lärmbelästigung der Anwohner ausgeht.
Die sieben Teile aus Holz und Stahl sind gebraucht, aber professionell überarbeitet, bevor sie installiert werden.
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