Wülfrath: Stadt Wülfrath will mehr Ordnungshüter einsetzen
VON JOCHEN DELPHENDAHL - zuletzt aktualisiert: 30.08.2006Düsseldorf (RPO). Die Stadt Wülfrath plant, den Ordnungshüter-Dienst zu verstärken. Zunächst ist daran gedacht, während der Schließung des Hallenbades von Oktober bis Ende Januar (das Becken wird saniert) zwei dort beschäftigte Mitarbeiterinnen als Ordnungshüterinnen einzusetzen. Anschließend ist in einem zweiten Schritt geplant, die drei Verkehrsaufseher (zwei Stellen) durch 400-Euro-Kräfte zu unterstützen. Abzuwarten ist zuvor, zu welchen Ergebnissen die Beratung des Haushaltssicherungskonzept kommt. Möglicherweise kann der eine oder andere Mitarbeiter aus anderen Bereichen zum Ordnungsamt versetzt werden.
Vier Teams
Denkbar ist, dass acht 400-Euro-Kräfte beschäftigt werden, die in vier Teams Dienst tun – an neuralgischen Punkten und besonders freitags und samstags in den Abendstunden. Außerdem könnten diese Mitarbeiter auch Arbeiten des Straßenbegehers mit übernehmen. Die Stelle ist nicht besetzt worden, nachdem der Mitarbeiter Anfang 2006 in den Ruhestand ging.
Zu tun hätten die Ordnungs-Teams genug, denn leider gibt es immer wieder Randale, nicht nur im Spring, am Diek und an Schulen. So wurde am Montagmorgen am Rathaus festgestellt, dass Unbekannte Teile der schweren Baustellenabsperrung am neuen Eingang auf das darunter liegende Parkdeck geworfen hatten.
Auch in warmen Sommernächten sind Ordnungshüter vonnöten. So wurden alleine an einem heißen Wochenende 14 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Drei Tage lang hintereinander wurde kontrolliert. Die Palette der Vergehen reichte von falschem Parken bis hin zu Pflastersteinen, die heraus gerissen wurden, um einen provisorischen Grill zu bauen. „Elegant“ wurden Verstöße in der Grünanlage In den Eschen und auf dem Diek-Parkplatz beendet. An beiden Stellen wurden um 22 Uhr die großen Laternen abgeschaltet. Dies führte dazu, dass das wilde Feiern in der Grünanlage aufhörte und Fußball wurde am Diek auch nicht mehr gespielt (ohne Licht auch schwierig).
Städte helfen sich gegenseitig
Die interkommunale Zusammenarbeit im Ordnungsbereich wird verstärkt. Mit Heiligenhaus und Velbert werden Gespräche geführt, mit Mettmann ist die Stadt schon weiter. Dort ist verabredet, sich bei Projekten gegenseitig zu unterstützen. So sind zwei Wülfrather Verkehrsaufseher bei der Illumina (1. bis 9. September) im Neandertal im Einsatz.
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