Wülfrath: Stephan Mrstik will Bürgermeister werden
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 09.07.2009Düsseldorf (RPO). "Besser spät als nie, aber immer noch rechtzeitig." Mit diesen Worten stellte Thomas May, Sprecher der Grüne/ WWG, den Bürgermeister-Kandidaten Stephan Mrstik vor. Mrstik und das "Vier-Grundsäulen-Programm" der Grüne/ Wählergemeinschaft passten perfekt zueinander.
Er sei als Bürgermeister in der Lage, das Programm optimal nach vorn zu tragen. Im Vorfeld habe man lange überlegt, welchen anderen Kandidaten man unterstützen solle, so May, sei aber zu der Überzeugung gelangt, dass mit keinem eine optimale Zusammenarbeit möglich sei. Zudem seien nicht alle Bewerber auf die Grüne/ WWG zugekommen, was man - Stichwort "Bringschuld"- erwartet habe.
Stephan Mrstik (41), "Wülfrather Jung", lässt keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit seiner Kandidatur aufkommen. "Durch meine persönliche und fachliche Qualifikation mit den Erfahrungen aus dem öffentlichen Sektor, Non-Profit-Marketing und Vertrieb bin ich ideal für das Amt des Bürgermeisters geeignet", sagte der Vertriebsmanager der Deutschen Post.
Wülfrath brauche ein Stadtmarketing als Anker- und Orientierungspunkt, professionell besetzt, repräsentativ für die ganze Stadt, als Stabstelle beim Bürgermeister. Mit seinen Erfahrungen lasse sich Stadtmarketing in kurzer Zeit zum Leben erwecken.
Jugendtrainer
Stephan Mrstik 41, verheiratet, zwei Kinder.
Seit 1984 bei Deutsche Post AG. 1994-1997 Abendabitur. 1998-2002 Fachhochschule für Ökonomie und Management, Essen.
Bis 2002 tätig in Bereichen Personal, Produktion, Verkauf. Bis 2005 Produktmanager. Seit 2005 Vertriebsmanager.
Ehrenämter: Jugend-Fußballtrainer beim 1. FC Wülfrath; Club Freunde des Abendgymnasiums Wuppertal.
Selbsteinschätzung: Kommunikativ, offen, ausdauernd, ziel- und teamorientiert.
Fördertöpfe suchen
Um an Gelder für kommunale Projekte zu kommen, will er im Rathaus eine halbe Stelle mit jemandem besetzen, der die Datenbanken nach Fördertöpfen durchforstet. Dabei denkt er nicht an Neueinstellungen. Grundsätzlich gebe es im Rathaus viele fähige Leute.
Zudem setzt er auf mehr interkommunale Zusammenarbeit. Mrstik sieht sich vor allem auch als Motivator. "Wenn ich Bürgermeister werde, werde ich den Leuten zeigen, dass der Einsatz für die Menschen Spaß macht."
Positive Stimmung erzeugen
Seine Themen seien "Leben und Arbeiten in Wülfrath". Heimat sei kein Ort, sondern ein Gefühl, zitierte er Sänger Grönemeyer. Dafür brauche es eine positive Stimmung, eine lebendige Innenstadt als Einkaufs- und Kommunikationszentrum.
Neue Arbeitsplätze müssten geschaffen, Wülfrath im Bereich neue Technologien ein Leuchtturm, neue Wohngebiete nur mit neuester Umwelt-Technik genehmigt werden. Wirtschaftsförderung müsse als Vertriebsorganisation mit Kundenservice und Akquisitionseinheit aufgebaut werden.
"Bildungspolitik ist meine Herzenssache", betonte Mrstik. Er – Hauptschule, Abendgymnasium, Fachhochschulabschluss – habe die Ungerechtigkeiten des Systems selbst erlebt. Schulsozialarbeit müsse weitergeführt, Programme müssten für benachteiligte Jugendliche ausgebaut werden.
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