Mettmann: Stürmisches Sommerfest
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 05.07.2010Düsseldorf (RPO). Das ganze Wochenende wird in Alt-Erkrath gefeiert. Am Samstag Nachmittag macht starker Wind und heftiger Regen den Standbetreibern zu schaffen. Kritik gibt es am Ordnungsamt. Durch "Hinhaltetaktik" sei verhindert worden, dass die Erkrather bis 24 Uhr öffnen dürfen.
ERRKATH Es waren nur wenige Augenblicke, die die erwarteten spärlichen Erträge bei einigen Standbetreibern des Alt-Erkrather Sommerfestes am Samstag zu einem kräftigen Minusgeschäft machten. Das Unwetter, das die erhoffte Abkühlung bringen sollte, führte nämlich einige heftige Windboen mit sich, die etliche der Zelte demolierten. Einige der einfacheren Zelte waren anschließend nur noch Schrott, nicht nur die Planen, auch viele der Metallstangen waren zerstört. Glück im Unglück hatte die IG Erkrath, deren Zelt von stabilen Stahlträgern gehalten wird. Dennoch habe man einmal zu viert an den Seitenträgern gehangen, um ein Abheben des Zeltes zu verhindern, berichtet Wolfgang Cüppers, Vorsitzender der IG Erkrath.
Ideen gefragt
Vor 29 Jahren wurde das erste Alt-Erkrather Sommerfest gefeiert, damals noch nur auf der Bahnstraße. Es hat sich erheblich gemausert und 2011 soll das 30. Sommerfest ganz besonders gefeiert werden, verspricht Peter Müller, Sprecher der Werbegemeinschaft Erkrath-City.
Eine besondere Attraktion soll es dann schon geben, meint er, aber im Moment gibt's noch keine konkreten Pläne. Vielleicht ein Feuerwerk? Weitere Ideen sind willkommen.
Farben im Kühlschrank
Angefangen hatte es am Freitagabend aber zunächst bei fast tropischen Temperaturen. Kontrastprogramm zum Fest 2009, als an einigen Ständen spontan sogar Glühwein ins Angebot genommen wurde. Diesmal gab's stattdessen erst mal Sonne pur, und bei 37 Grad Außentemperatur musste die IG Erkrath an ihrem Stand die Farben, mit denen sich Kinder schminken lassen konnten, sogar in den Kühlschrank verbannen. Bei den ersten Versuchen war die Farbe einfach in den Gesichtern verlaufen.
Besser zum Wetter passten hingegen einige Aktivitäten auf der Bühne. Die Theater-AG der Bavierschule spielte ihr Stück von Sindbad, dem Seefahrer, und hatte dazu passend orientalische Kulissen aufgebaut. Da konnten die Zuschauer sich doch noch viel leichter in die Orte des Geschehens versetzen. Gleiches gilt für die Aufführung des Mitmach-Theaters "upArt" aus Siegburg, das den Erkrather Nachwuchs zu einer Safari durch den Dschungel einlud. Die Organisatoren, Standbetreiber und Besucher machten das beste aus den Wetterkapriolen, Kaltgetränke fanden ihre Abnehmer, die Reibekuchen der Freiwilligen Feuerwehr, vor deren Bude sich normalerweise lange Schlangen bilden, waren diesmal hingegen kaum gefragt als üblich. Und Feuerwehrleute im Wagen hatten an diesem Wochenende vermutlich den heißesten Arbeitsplatz auf dem Sommerfest. Während der kühleren Abendstunden belebte sich das Geschäft.
In seiner Eröffnungsrede hatte Peter Müller von der Werbegemeinschaft Erkrath-City sich bei den Sponsoren bedankt, ohne die das umfangreiche Programm nicht möglich wäre. Deutliche Worte fand er aber auch zur "desaströsen Zusammenarbeit" mit dem Ordnungsamt. Durch die Hinhaltetaktik eines Mitarbeiters sei verhindert worden, dass die Erkrather am Samstagabend ebenso lange feiern durften, wie dies die Trillser bei ihrem Straßenfest gewohnt sind.
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