Mettmann/Erkrath: Synode will Kitas retten
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 16:45Düsseldorf (RPO). Der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann will seine Tagesstätten neu organisieren, um die zusätzlichen Lasten des Kinderbildungsgesetzes zu schultern. Gemeinden sollen energiepolitische Verantwortung übernehmen.
Der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann will an seinen Kindertagesstätten festhalten. Damit dies gelingt, überlegt die Synode des Kirchenkreises bei ihrer Herbsttagung am Freitag und Samstag in Haan, wie die Strukturen der Tagesstätten künftig gestaltet werden müssen. Mit dem neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz), das der Landtag verabschiedet hat, wurden den kirchlichen Trägern von Kindertagesstätten neue finanzielle Lasten auferlegt, heißt es in der Einladung zur Synode. Die Sprecherin des Kirchenkreises, Pfarrerin Diemut Meyer, stellt fest: "Die Gemeinden als Träger der KiTas stehen unter großem Druck." Denn die Mehrausgaben müssen geschultert werden.
Zweites beherrschendes Thema der Kreissynode wird die Energieeinsparung sein. Die Synode will energiepolitische Verantwortung übernehmen und Maßnahmen zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz treffen. NRW-Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben hatte vor wenigen Tagen einen Bericht der EnergieAgentur NRW vorgelegt zum Ernergiesparen in Kirchengemeinden. Darin wird festgestellt, allein die beiden großen Konfessionen besitzen in NRW 20 000 Gebäude. Jede der 5000 Kirchengemeinden habe einen Energieverbrauch von 35 000 Euro durchschnittlich pro Jahr.
Kirchenkreis
Zum Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann gehören die elf Gemeinden Mettmann, Erkrath, Hochdahl, Graf-Recke-Stiftung, Haan, Hilden, Hösel, Homberg, Linnep, Lintorf-Angermund und Ratingen.
Die Herbsttagung der Synode findet statt Freitag und Samstag, 13./14. November, im CVJM-Haus, Alleestraße 10, Haan.
Eröffnet wird die Synode mit einem Gottesdienst am Freitag ab 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Kaiserstraße 44.
Die energetische Sanierung von Kirchen, Gemeindehäusern und Kindergärten könne langfristig im Land 450 Millionen Kilowattstunden Wärme und 40 Millionen Kilowattstunden Strom einsparen. Dadurch, so die Ministerin, könnten die jährlichen Energiekosten um 40 Millionen Euro sinken. Die CO2-Entlastung bezifferte die Agentur mit 100 000 Tonnen. Die EnergieAgentur NRW hat in den letzten Jahren bereits über 400 Kirchengemeinden beraten.
Die Kreissynode beginnt mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche an der Kaiserstraße in Haan. Synodalprediger ist Pfarrer Christian Dörr von der Kirchengemeinde der Stadt. Nach dem Gottesdienst beginnen die Verhandlungen.
Am Beginn stehen die Berichte des Superintendenten Frank Weber und der Gemeinden, der Werke und Ausschüsse. Die freigewordene Stelle des zweiten Synodalältesten im Kreissynodalvorstand, der Leitung des Kirchenkreises, muss neu besetzt werden. Zur Debatte über die beiden Hauptthemen der Synode, Kindertagesstätten und Energieeinsparung, wird Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Bildung im Landeskirchenamt der Rheinischen Kirche, am Freitagabend eine Einführung geben. Weitere Diskussionspunkte sind die Konzeption des Kirchenkreises und der Haushaltsplan für 2010.
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