Erkrath: Täglich Sturz aufs Pflaster
VON MONIKA SPANIER - zuletzt aktualisiert: 19.10.2006Düsseldorf (RPO). Auf dem Hochdahler Markt soll der noch aus dem Jahre 1978 stammende Belag grundsätzlich saniert werden.
Ausschuss für Planung fordert die Verwaltung auf, vier Planungsbüros einzuladen.Der Anfang ist gemacht. Ein erstes Gespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Geschäftswelt und Anliegern vom Hochdahler Markt fand bereits statt und hatte positive Auswirkungen: Die Stadt hat den „Ofenrohr“-Brunnen, der 2002 still gelegt wurde, gesäubert und herbstlich bepflanzt. Das weitere Vorgehen zur Verschönerung des Hochdahler Marktes, für die 20 000 Euro im städtischen Haushalt vorgesehen sind, gestaltet sich schwieriger. Die Geschäftsleute wünschen sich, dass zuerst das Pflaster verbessert wird.
Wie Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs dem Ausschuss für Planung beschrieb, ist das aus dem Jahre 1978 stammende Material des Natursteinpflasters minderwertig. Die Steine seien unterschiedlich hoch und frostempfindlich, es seien zudem tiefe Fugen entstanden. Ein Umbau komme nicht in Frage. Heffungs forderte eine Gesamtlösung für Funktion und Gestaltung. Die Werbegemeinschaft beklagt, dass täglich mindestens ein Mensch auf dem Pflaster stürze. Zudem seien Passanten unglücklich über das bei Regenwetter rutschige Pflaster auf der „roten Straße“ zwischen dem Haus der Kirchen und der Beckhauser Straße.
Steine bemalen
Die Werbegemeinschaft Hochdahler Markt wünscht sich zusätzlich neue Bänke, eine schönere Bepflanzung, neue Mülleimer.
Vorsitzende Sara Willwerth fordert Kommunikation mit allen Eigentümern.
Die alten Pflastersteine sollten bemalt und als ein „Stück Hochdahl“ verkauft werden.
Eigentümer-Kritik
Aus Sicht der Verwaltung sind die Eigentümer des Hochdahler Marktes nach dem Kommunalen Abgabengesetz an den Kosten für eine Sanierung des Pflasters zu beteiligen. Das hat sich noch nicht überall herumgesprochen, denn an dem Gespräch mit der Verwaltung nahmen nicht alle Hausverwaltungen teil. Einer der betroffenen Anlieger war Zuhörer in der Sitzung. Er kritisierte jahrelange Versäumnisse der Stadt, die jetzt mit finanzieller Hilfe der Eigentümer beseitigt werden sollten. „Wir werden doppelt in die Pflicht genommen, schließlich zahlen wir auch Steuern“, betonte der Mann. Er kündigte gehörigen Widerstand an.
Der Ausschuss folgte schließlich einem gemeinsamen Antrag von CDU- und FDP-Fraktion. Vier Planungsbüros sollen über ihre Erfahrungen mit ähnlichen Sanierungsarbeiten berichten. Eines der Büros soll dann ausgewählt werden, um verschiedene Konzepte für die Neugestaltung zu entwickeln. Die Verwaltung selbst soll sich um Fördergelder bemühen und 2007/2008 Mittel für die konkrete Planung der Sanierung bereit stellen. Offen blieb, in welchem Stadium die Bürger, die schließlich zahlen müssen, wie informiert werden.
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