Mettmann: Tafel sucht neues Domizil
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 08.09.2010Düsseldorf (RPO). Die Evangelische Kirchengemeinde hat das Gelände an der Eich- und Friedhofstraße an den Bauunternehmer Paeschke verkauft. Die Tafel muss 2012 ausziehen und sucht Räume für Ausgabe, Kühlung und Lagerung.
Die Mettmanner Tafel muss spätestens in zwei Jahren ihr angestammtes Domizil an der Eichstraße verlassen. Der Grund: Die Evangelische Kirchengemeinde hat das 7400 Quadratmeter große Grundstück an die Firma Paeschke verkauft.
Das Langenfelder Wohnungsbau-Unternehmen will auf dem Gelände an der Friedhofstraße zwölf Einfamilienhäuser und 35 Wohnungen bauen. Mit dem Erlös des Grundstücksgeschäftes will die Evangelische Kirchengemeinde ihr neues Gemeindezentrum am Lavalplatz finanzieren.
Ladenlokale angeboten
"Seit drei Monaten sind wir auf der Suche nach einem neuen Standort für die Tafel", sagt Michael Reichelt, Leiter der Diakonie. Zwar wurden Objekte (meist Ladenlokale) angeboten worden, doch die seien nicht geeignet. Neben 250 Quadratmetern für die Lebensmittelausgabe, Wartezone, zwei Toiletten, zwei Büros und einem Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter werden 150 Quadratmeter Lagerfläche benötigt mit Stromanschlüsse für die Kühlschränke und Tiefkühltruhen.
Öffnungszeiten
Die Tafel ist dienstags von 11 bis 12.30 Uhr an der Eichstraße 8 geöffnet. Ferner ist die Tafel samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
50 Ehrenamtler helfen bei der Tafel, bei der Lebensmittelausgabe, beim Transport der Waren.
Ein Leitungsteam mit Gisela Fleter arbeitet fünf Tage in der Woche.
Im Außenbereich bedarf es dreier Stellplätze für Lastwagen und Personenwagen. Außerdem müssten dort auch das Container-Kühlhaus und 20 Biotonnen Platz finden. "Wichtig ist, dass das neue Gelände gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist", sagt Reichelt. Andererseits müsse es aber auch nicht direkt im Blickpunkt der Öffentlichkeit liegen.
Zu Beginn der Tafel vor fünf Jahren habe man ein paar Kisten, mittlerweile werden Tonnen an Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Konserven angeliefert und auch gebraucht. Denn: Die Zahl der Hilfsbedürftigen hat zugenommen. "Wir versorgen 1400 bis 1500 Menschen wöchentlich", sagt Reichelt. 50 ehrenamtliche Helfer sind am Start und helfen mit, dass die Versorgungsgüter bei den Empfängern ankommen.
Wer die Tafel in Anspruch nehmen darf, werde genau geprüft, sagt Reichelt. Grundlage sind unter anderem die Bewilligungsbescheide der Arge und es Sozialamtes. "Wer im Monat rund 700 bis 750 Euro zur Verfügung hat, der kann zur Tafel kommen", sagt der Diakonieleiter.
Reichelt kann dem künftigen Vermieter nicht viel anbieten. "Wir können monatliche Nebenkosten in Höhe von 1000 Euro aufbringen. Und wir dürfen Spendenquittungen ausstellen." Er stellt sich auch die Möglichkeit einer Stiftung vor, wo eine Privatpersonen einen Teil seines Vermögens als Kapitalstock einbringt und die weitere Finanzierung durch Zuwendung gesichert wird.
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