Mettmann: Technischer Defekt verursacht Schulbrand
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 11.03.2009 - 17:45Düsseldorf (RPO). Der Verwaltungstrakt und vier Klassen der Grundschule sind durch ein Feuer zerstört oder beschädigt worden.
Eine Polizeistreife bemerkte Brandgeruch und alarmierte die Feuerwehr. Menschen wurden nicht verletzt.Ein Brand hat in der Nacht zu Mittwoch einen Teil der Grundschule Kirchendeller Weg zerstört. Die Schule ist bis auf weiteres geschlossen, sagte gestern Fachbereichsleiterin Astrid Hinterthür von der Stadtverwaltung. Die Kripo stellte am Mittag einen technischen Defekt in einer Zwischendecke als Brandursache fest. Bei dem Schwelbrand wurde niemand verletzt.
Es ist kurz vor 3 Uhr in der Nacht: Polizeibeamte sind auf Streifenfahrt auf der Hasseler-/Nordstraße. Die Beamten bemerken starken Brandgeruch. Sie verständigen umgehend ihre Kollegen. Mit mehreren Streifenwagen suchen sie die Gegend ab. Sie fahren zur Grundschule Kirchendelle und sehen, dass die Fensterscheiben schwarz verrußt sind. Die Polizisten alarmieren die Feuerwehr, die mit mehreren Fahrzeugen ausrückt. Auf der Leitstelle wird kurz danach Sirenenalarm ausgelöst. Insgesamt sind 41 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen plus Rotem Kreuz und Notarzt im Einsatz.
Eingangstüre wird eingeschlagen
Als die Mettmanner Feuerwehr wenige Minuten später an der Grundschule eintrifft, ist das gesamte Gebäude von Rauch umhüllt. Um in die Schule zu gelangen, schlagen die Feuerwehrleute das Glas der Eingangstüre und ein Fenster des Rektorzimmers ein. Mit schwerem Atemschutz bekämpfen mehrere Einsatztrupps das Feuer im Innern des Gebäudes. Ein weiterer Trupp drückt die Fensterscheibe des Aufenthaltsraums ein, in dem sich die Schülerbibliothek befindet. Ebenso werden Fenster eines Abstellraums geöffnet. Dort befindet sich die Stromversorgung der Schule. Vermutlich befindet sich hier der Brandherd.
In Windeseile werden rund um die Schule Schlauchleitungen zu Hydranten verlegt. Mit der neuen Hubleiter der Feuerwehr wird der Brand von oben bekämpft. Die Feuerwehrleute versuchen die Brandnester in der Zwischendecke zu löschen. Sie reißen Teil der Wandverkleidung und der Fassade ab und öffnen das Dach auf einer Fläche von zehn Quadratmetern. Mit einer Wärmebildkamera werden weitere Glutnester aufgespürt und gelöscht.
Während die Feuerwehr den Schwelbrand bekämpft, treffen Bürgermeister Bodo Nowodworski, Fachbereichsleiterin Astrid Hinter thür, der Hausmeister Hubert Demski und Mitarbeiter des Ordnungsamtes ein. Zusammen mit Rektorin Ursula Tillmann, die ebenfalls in der Nacht zum Brandort geeilt ist, wird besprochen, wie es weiter geht.
Noch ist unklar, wie hoch der Schaden ist. Der Verwaltungstrakt und die vier vorderen Klassen sind teilweise zerstört oder durch Brandrauch arg in Mitleidenschaft gezogen worden.
Die Kripo untersuchte gestern Morgen den Brandort, ein Sachverständiger wurde eingeschaltet.
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