Erkrath: Tennisfamilie feierte
VON STEPHANIE JOSST - zuletzt aktualisiert: 11.09.2006Düsseldorf (RPO). Der TSCU hat sich seit 30 Jahren dem „weißen Sport“ verschrieben.
Am Samstag gab’s die große Sport-Gala mit einer heiteren Modenschau. Gestern war Familientag.Der Tennis-Sport-Club Unterfeldhaus (TSCU) ist aus Erkrath nicht mehr wegzudenken. Seit nunmehr 30 Jahren wird hier der „weiße Sport“ ganz groß geschrieben. Und sogar Tennis-Ass Boris Becker spielte 1982 in jungen Jahren ein Turnier auf TSCU-Asche.
Am Wochenende gab es eine große Jubiläumsfeier auf dem Vereinsgelände. Die 230 Gäste der Samstags-Gala im Clubhaus erwartete ein vielseitiges Rahmenprogramm mit einer großen Lasershow von DJ Fari zum Abschluss. Ein besonderer Gag war die siebziger Jahre-Modenschau. „Models“, sprich mutige Vereinsmitglieder, präsentierten auf dem Catwalk „die flotten 76“ mit allen modischen Skandalen und Fauxpas. „Scheußlich, was damals teilweise in Mode war“, sagte Vereinsvorsitzender Ernst Becker, der bereits seit 16 Jahren TSCU-Mitglied ist.
Große Anlage
Die Tennisanlage des Vereins an der Adalbert-Stifter-Straße 93 umfasst zehn Plätze sowie eine Halle auf insgesamt etwa 13 000 Quadratmetern. Vor zwei Jahren hat der Verein das Gelände von der Hochdahler Entwicklungsgesellschaft gekauft. Informationen für Interessierte: % 02104 33430.
Gründung im Jahr 1976
Außerdem erhielten Wolf Hagemann, Peter Hahn und Dr. Udo Matzke eine Ehrennadel für besondere Verdienste im Verein. Nachdem auf der Gründungsversammlung am 5. Mai 1976 der Grundstein für eine erfolgreiche Tennis-Zukunft in Unterfeldhaus gelegt worden war, liefen die Planungen für das Sportzentrum in vollem Gange. „Es gab zwar bereits mehr als 160 Mitglieder, doch Tennisplätze waren in den ersten Jahren leider Fehlanzeige“, erklärt Becker. 1978 einigte man sich auf die Planung von zunächst sieben Plätzen, die in den achtziger Jahren auf zehn erweitert wurden. Zusätzlich entstand eine Halle.
Als Klubhaus oder „Allzweckraum“ diente zunächst provisorisch das „Glashaus“, eine bessere Baubude mit gerade zwei Fenstern. „Eine schwierige Zeit, aber danach ist die Entwicklung recht schnell gegangen“, meint Becker. Momentan ist der Verein mit 410 Mitgliedern, davon immerhin 75 Kindern und Jugendlichen, der größte Erkrather Tennis-Klub. Während des Tennis-Booms der achtziger Jahre waren sogar 570 Tennisspieler angemeldet. „Doch das ist vorbei“, weiß Becker. Genau wie das einstige Image des Tennis als elitärer Sport der Oberschicht.
Dies war auch am Sonntag zu merken. Viele Familien erholten sich von der langen Nacht beim „Ausnüchterns-Tennis“ und genossen das schöne Wetter. Am Nachmittag wartete der Höhepunkt. 17 500 Euro winkten als Prämie beim Torwandschießen.
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