Erkrath: Tieren in Afrika helfen
zuletzt aktualisiert: 08.05.2007Düsseldorf (RPO). Impfschutz für sein Haustier bekommen und gleichzeitig sich für Tierschutz in Afrika zu engagieren, dazu ist am Donnerstag, 10. Mai, in vielen Tierarztpraxen bei der Aktion „Impfen für Afrika“ Gelegenheit. Die Hälfte der Impfeinnahmen von diesem Tag wird an „Tierärzte ohne Grenzen“ gespendet. Die Tierklinik Neandertal in Erkrath ist auch dieses Jahr wieder dabei. Manfred Müschenig sprach darüber mit Dr. Marcus Hess.
Herr Dr. Hess, wie und wann wurden Sie auf die Aktion aufmerksam?
Dr.Hess 2005 bin ich darauf aufmerksam geworden. Und nachdem ich mich umfassend über die Aktion informiert hatte, haben wird voriges Jahr erstmals mitgemacht.
Was hat Sie bewogen, sich zu beteiligen?
Dr.Hess Ich finde die Kombination sehr gut. Zum einem werden hier Tiere durch die Impfung geschützt, zum anderen wird das eingenommene Geld für Tierschutz in Afrika eingesetzt. Und zwar für einzelne, streng überwachte Projekte, die auch als Hilfe zur Selbsthilfe zu sehen sind.
Was passiert mit den nach Afrika überwiesenen Geldern?
Dr.Hess Unter anderem werden mit Hilfe dieser Spenden Einheimische zu Tiergesundheitshelfern ausgebildet. Die werden damit in die Lage versetzt, selbst Tiere zu impfen, Tierseuchen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Schauspielerin Mariele Millowitsch, selbst auch Tierärztin, hat dieses Jahr die Schirmherrschaft übernommen. Wie beurteilen Sie dieses Engagement?
Dr.Hess Die Schirmherren der Aktion tragen sehr dazu bei, dass das Impfen für Afrika bekannter wird, sich noch mehr zur Teilnahme entschließen. Und wenn dann eine prominente Schirmherrin selbst Tierärztin ist, gibt das noch einen besonderen Anstoß.
Welche Impfungen sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig?
Dr.Hess Vor allem die Tollwutimpfung, die hat für Mensch und Tier gleichermaßen einen hohen Stellenwert. Hauptsächlich für die Tiere selbst sind hingegen Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Katzenseuche (Parvo) angebracht. Die Impfstoffe und Impfintervalle haben sich übrigens im Laufe der Zeit deutlich verändert. Darüber hinaus ist mit der Impfung gleichzeitig eine Gesundheits-Vorsorgeuntersuchung für das Tier verbunden. Da wird nicht nur eine Spritze gesetzt, das Tier wird genau durchgecheckt. Das ist genau so wichtig wie die Impfung.
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