Mettmann: Tipps für das Leben im Alter
VON FLORIAN TESCHE - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009Düsseldorf (RPO). Der Runde Tisch für Seniorenfragen organisiert die 5. Infomesse für Menschen ab 50 in der Neandertalhalle. Zahlreiche Besucher informieren sich über das breite Angebot der Hilfsorganisationen.
Zum fünften Mal lud der Runde Tisch für Seniorenfragen am Samstag zur "Info-Messe für Menschen ab 50" in die Neandertalhalle ein. 58 Aussteller waren gekommen, um die ältere Generation rund um Themen wie altersgerechtes Wohnen und Reisen, Bekleidung und Freizeitgestaltung aufzuklären.
Auf den Fußboden geklebte Zettel führten die Besucher mit Schlagworten wie "Freiheit", "Lebendigkeit" oder "Lebenslust" durch eine seniorenfreundliche Welt, die zu Aktivität im Alter aufrief.
Die Freizeit mehr im Blick
Michael Ernst, 1. Vorsitzender des Runden Tisches, freute sich über den Zuwachs an Ausstellern. "Neun neue können wir diesmal begrüßen", sagte er. Das führe zwar zu kleineren Ständen, "aber dafür ist das Angebot deutlich vielfältiger als in den Vorjahren." Überhaupt sei ein Trend weg von der alleinigen Konzentration auf Pflege, hin zur Etablierung von Freizeitangeboten und Alltagshilfen auf der Messe erkennbar.
"Rentner lehnen sich heute nicht mehr in ihre Sessel zurück, sie möchten auch im hohen Alter noch aktiv sein", so Ernst. In einigen Jahren werden sie die kaufkräftigste Konsumentengruppe sein. "Das haben viele Unternehmen erkannt, die ihre Angebotspaletten auf Seniorentaugliches erweitert haben." Spezialist auf diesem Gebiet ist das Essener Sanitätshaus Püttmann, das auch in Mettmann mit einer Filiale vertreten ist. Alltagshilfen wie Greifarme, Eincreme-Hilfen und – gerade jetzt zur Herbstzeit – Wärmemittel seien sehr gefragt.
Überrascht war mancher Besucher über die Präsenz des Vereins zur Förderung der Jugendgerichtshilfe auf der Messe, dessen Konzept es ist, aus dem Gefängnis entlassenen Jugendlichen hilfsbereite Senioren zur Seite zu stellen. "In der Tat brauchen viele ehemalige Insassen Unterstützung und Rat, um sich wieder in der Gesellschaft zurecht zu finden", stellte der Heiligenhauser Rechtsanwalt Christoph Pipping fest.
"Da kommen Menschen mit Lebenserfahrung als Säule recht, besonders wenn kein Kontakt mehr zur Familie besteht." Hauptschwerpunkt der Messe war in diesem Jahr die Integration ausländischer Vereine in die deutsche Gesellschaft, weshalb der Rundweg unter dem Motto "Nachbarn begegnen" stand.
Die Vereinigung türkischstämmiger Frauen in Mettmann (Metüka), gegründet vor anderthalb Jahren, freute sich über das Interesse älterer Bürger. Sie wollen die Position türkischer Frauen im alltäglichen Leben durch weiterbildende Vorträge oder Alphabetisierungsaktionen stärken.
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