Mettmann: Tipps fürs Studium
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 27.01.2009Düsseldorf (RPO). Gestern fand der dritte Berufs- und Hochschulinformationstag am Konrad-Heresbach-Gymnasium statt.
Die Fachhochschule der Wirtschaft stellt ihr Angebot am neuen Standort in Mettmann vor.300 Schüler der Klassen 11, 12 und 13 des Konrad-Heresbach-Gymnasiums nahmen gestern am dritten Berufs- und Hochschulinformationstag teil. Die Wirtschafts-AG am KHG hat diese Info-Veranstaltung ins Leben gerufen, die einen Überblick über die Zulassungs- und Abschlusskriterien sowie Studiengänge gibt.
Referat über die "Elite"
Die Journalistin und Autorin Julia Friedrichs hatte zu Beginn der Veranstaltung ein Referat über den Begriff "Elite" gehalten. Sie recherchierte ein Jahr lang an Elite-Universitäten, Elite-Akademien und Elite-Internaten. Am Beispiel des selbsternannten Elite-Internates in Salem kam sie zu dem Ergebnis, dass diese Einrichtung, dem Anspruch ein Elite-Internat zu sein, nicht gerecht werde. Geld und Herkunft würden dort eine Rolle spielen. "Verantwortungsbewusstsein dort zu tragen, ist ein redlicher Ansatz – wird aber nur Kindern geboten, die das Schulgeld zahlen können." Das KHG, dem ebenfalls in Schülerkreisen der Anspruch eines Elite-Gymnasiums nachgesagt werde, sei "aber ein normales Gymnasium, das allerdings auf einem hohen Niveau arbeite", erklärte Schulleiter Rudolf Kirschner.
Gründer Nixdorf
Der deutsche Computer-Pionier Heinz Nixdorf hat die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) 1992 mitbegründet.
Derzeit gibt es sechs Standorte.
130 Unternehmen kooperieren mit der FHDW, darunter Telekom, Bertelsmann.
1600 Studenten werden von rund 60 Professoren unterrichtet.
In einem Vortrag skizzierte Michaela Christoph die Zulassungskriterien zu Bachelor- und Masterstudiengängen am Beispiel der Universität Duisburg-Essen. Nicht alle Studienplätze seien ohne einen bestimmten Notendurchschnitt zu erlangen. Die ZVS, die demnächst Stiftung für Hochschul-Zulassung heißt, regelt die Vergabe. In NRW, so Christoph, müssen in der Regel Studiengebühren von 500 Euro bezahlt werden. Pro Semester, so ihre Rechnung, fallen zusätzliche Kosten für den Studenten in Höhe von 200 Euro an. Bafög erhalten nur 25 Prozent der Studenten. Es besteht die Möglichkeit, Studienkredite bei Banken zu erlangen oder ein Studienbeitrags-Darlehen bei der NRW-Bank aufzunehmen. Viele Studenten müssten durch Nebenjobs ihr Studium finanzieren.
In elf Gruppen erhielten die Schüler anschließend Informationen über Fachhochschulen, über die Bergische Universität Wuppertal, über Polizeiberufe im gehobenen und höheren Dienst und über Studienmöglichkeiten bei der AOK.
Prof. Dr. Frank Körsgen stellte die neue Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) vor, die demnächst einen neuen Standort in Mettmann eröffnet. "Der dreijährige Studiengang Business Administration kombiniert eine praktisch orientierte betriebswirtschaftliche Ausbildung mit einer wissenschaftlich fundierten Qualifikation." Im Bachelor-Studium, so Körsgen, gestaltet die FHDW den quartalsweisen Wechsel von Hochschul- und Praxisphasen mit mehr als 300 Partner-Unternehmen. Viele Firmen übernehmen bei einer festen Kooperation die Studiengebühren ganz oder teilweise. "Sie kennen ihren potenziellen Arbeitgeber schon, und er kennt sie" sagte Körsgen zu den Schülern. Gute Voraussetzungen also, einen festen Job zu finden.
Luisa Schrader (18) erhofft sich von der gestrigen Veranstaltung einen Überblick über die speziellen Uni-Angebote. Sie wird im Ausland "Wirtschaft-Psychologie" studieren. Johannes Grote (19) wünscht sich, "einen Überblick über die Studiengänge". Er ist sich noch nicht über seinen Berufswunsch im Klaren. Erst muss er als Zivi arbeiten.
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