Wülfrath: Träume nach Noten
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 27.11.2007Düsseldorf (RPO). Die Musikfreunde Wülfrath boten im Kommunikationscenter Schlupkothen ein Kaleidoskop bekannter Melodien.
Manfred Edelstein verstärkt im Ruhestand das Ensemble mit der Trompete.Das dekorativ an den Wänden der „Kathedrale“ verteilte Herbstlaub wirkte, als hätten es die Herbststürme von draußen hereingeweht. Während es vor der Tür nass und ungemütlich war, verbreiteten die Musikfreunde Wülfrath mit dem Konzert „Novemberträume“ und Kerzenschein im Kommunikations-Center Schlupkothen wohlige Atmosphäre.
„Wir wollen uns nicht von Winterdepressionen einfangen lassen und hoffen, dass bei den Besuchern noch die Welt in Ordnung ist.“ Ein freundlicher Wunsch, der gleich überleitete zur Filmmusik „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung.“ Eingerahmt in die Gedichte „Schattenhafte Glücksmomente“ und „Novemberblüten“ präsentierten die Musikfreunde unter Andreas Brockmann ihren zahlreichen Zuhörern ein Kaleidoskop bekannter Stücke zum Träumen, Dahinschmelzen, in Erinnerungen schwelgen.
Nächstes Konzert
Die Musikfreunde Wülfrath am ersten Advent ein weiteres Konzert.
Am Sonntag, 2. Dezember, von 15-16.30 Uhr in der Stadtkirche.
Eintritt: fünf Euro.
Publikum klatschte im Rhythmus
Für lebhafte Abwechslung dazwischen sorgten sie – ebenfalls im unverwechselbaren Musikfreunde-Sound – mit dem „Ungarischen Tanz, Nr. 5“, von Johannes Brahms, dem Triumphmarsch aus „Aida“ und dem schwungvollen Hit „Those were the days“, bei dem das begeisterte Publikum im Rhythmus mitklatschte. Auf dem Programm standen „Ave Maria“ von Giulio Caccini, Boccherinis bekanntes Menuett, „Second Waltz“ von Schostakowitsch, „La Mer“ von Charles Trenet, sehr schön schlicht und verhalten Händels „Largo“. In Marcellos „Adagio“ glänzte Corinna Sonnen mit einem Saxophon-Solo. Begleitet von Ulrike Wünsch, Klavier, erntete die 17-jährige Corinna Schünke viel Beifall für ihr Geigen-Solo, im „Menuett in G-Dur“ von Ludwig von Beethoven. „Musikfreunde-Sound“, das heißt dominierend sind Akkordeon und Mandoline, begleitet von Klavier, Saxophon, Pauke oder Schlagzeug.
Mehr Zeit fürs Hobby
Die von Andreas Brockmann arrangierte „Steppenskizze“ von Alexander Borodin war dafür ein sehr hörbares Beispiel. Ganz neu blitzte aus dem Kanon der Musikfreunde eine Trompete heraus. Im „Ave Maria“, in Triumphmarsch, Steppenskizze und vor allem in „Trumpet Voluntary“. Der Grund: Manfred Edelstein, vielen Wülfrathern vor allem durch das Trompeten-Solo zur Nacht auf dem Herzog-Wilhelm-Markt bekannt, hat sich den Musikfreunden angeschlossen. „Ich bin im Vorruhestand und habe jetzt mehr Zeit für mein Hobby“, sagte Edelstein. Allerdings müssen sich die Musikfreunde den Trompeter mit anderen Musikgruppen und Orchestern teilen. Neben Posaunenchor und Kirchenmusik mit Thomas Gerhold (Orgel und Trompete) spielt er beim Niederbergischen Sinfonieorchester und dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Velbert.
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