Erkrath: Um internationale Verständigung bemüht
zuletzt aktualisiert: 18.07.2007Düsseldorf (RPO). Vor kurzem vergab der Zonta-Club Düsseldorf Preise für Schülerinnen an den Erkrather Gymnasien, die sich in der Schule und außerhalb ehrenamtlich engagieren. Kriterien waren Bemühungen um internationale Verständigung und um die Stellung der Frau. Mit dem ersten Preis wurde Nina Barz vom Gymnasium am Neandertal ausgezeichnet.
Das Engagement von Nina Bartz begann 1998 mit dem Amt der Klassensprecherin in der fünften Klasse des Gymnasiums. 2002 wurde sie zur Schülersprecherin gewählt und übte das Amt fünf Jahre aus. Als Vorsitzende des SV-Teams brachte sie zahlreiche Projekte auf den Weg wie die Neugestaltung der Schulflure, „Schule mit Courage – Schule gegen Rassismus“ und die Gründung der Schülerzeitung Phönix.
In der Bezirksschülervertretung Kreis Mettmann war sie zunächst Öffentlichkeitsreferentin, später Bezirks-Schülersprecherin. Daneben ließ sie sich als Schul-Sanitäterin ausbilden. Außerhalb der Schule bildete für sie die ehrenamtliche Tätigkeit bei der Naturfreundejugend Deutschlands einen weiteren Schwerpunkt. Sie arbeitete an Kindergipfeln und deren Veröffentlichungen mit und ließ sich im letzten Jahr zur Gruppenleiterin ausbilden. Inzwischen nimmt sie als gewähltes Mitglied auf Bundesebene an Konferenzen teil. Das dort erworbene Wissen setzte sie auch in Erkrath ein – als vertretende Sprecherin der Lokalen Agenda 21 und als beratendes Mitglied im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr der Stadt.
Vorbereitung zum Kindergipfel
2001/2002 nahm sie an den deutschen Vor- und Nachbereitungstreffen zum UN-Weltkindergipfel 2002 teil sowie an der NGO-Konferenz, die Empfehlungen für den UN-Weltgipfel in Johannesburg erarbeitet hat. „Das war eine sehr motivierende Arbeit“ , sagt Nina Bartz. „Engagement für Toleranz und internationale Verständigung haben mir aber auch schon meine Eltern vorgelebt.“ Mit ihrer Familie teilt sie die Vorliebe für Norwegen und die Berge. Sport bildet einen Ausgleich zu ihren Aktivitäten. Sie mag Fußball, Klettern, Leichtathletik und Judo. „Ich habe den Vorteil, dass ich nie besonders für die Schule lernen musste. Außerdem habe ich gutes Zeitmanagement.“
Nach dem Abitur will Nina Bartz über die Organisation „Projects Abroad“ ein Praktikum an einem Krankenhaus in Nepal machen und dort medizinische Erfahrungen sammeln. Danach plant sie ein Medizinstudium. Sie hofft eines Tages in der Notfallchirurgie für „Ärzte ohne Grenzen“ arbeiten zu können. „Da könnte ich sehr viel von dem vereinen, was mir wichtig ist.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum