Wülfrath: Unterstützung aus Wuppertal
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 13.10.2009Düsseldorf (RPO). Seit 1. Oktober entlastet Pfarrerin Isabell Berner Superintendent Rolf Breitbarth mit einer 75-prozentigen Stelle. Der Schwerpunkt ihrer kirchlichen Aufgaben liegt in der Ellenbeek. Aber auch in anderen Bezirken wird sie predigen.
"Innerhalb kurzer Zeit haben wir jetzt die dritte Entlastungspfarrerin", stellte Bernd Jost, Presbyteriums-Vorsitzender der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, gestern fest. Nach Inga Witthöft, die nach Wermelskirchen wechselte, und Hartmut Louis, der die Chance nutzte, eine volle Pfarrstelle zu bekommen, entlastet Pfarrerin Isabell Berner jetzt Superintendent Rolf Breitbarth mit einer 75-prozentigen Stelle.
Erste Predigt
Ihren Dienst im Bezirk Ellenbeek hat sie am 1. Oktober aufgenommen. Die erste Predigt in Wülfrath hielt sie vergangenen Sonntag in der Stadtkirche. "Die erste Frage der Kreise in der Ellenbeek war: ,Bleiben Sie länger?'", erzählte Isabell Berner. Sie habe die Ellenbeek bislang als ganz lebendigen Bezirk kennengelernt. Viele Leute seien sehr offen auf sie zugekommen und hätten deutlich gemacht, dass sie sich über das Kommen der neuen Pfarrerin zu freuten.
Reformationstag
Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, Reformations-Gottesdienst aller Bezirke in der Stadtkirche. Der Gottesdienst wird gemeinsam gestaltet von den Pfarrern Rolf Breitbarth, Wolfgang Duthe, Ingolf Kriegsmann, Klaus-Peter Rex und Pfarrerin Isabell Berner.
Berner (45), verheiratet mit einem Theologen, zwei Kinder (11 und fünf Jahre), wurde in Wuppertal geboren, wo sie auch aufwuchs und wieder wohnt. Nach freiwilligem sozialem Jahr in Leichlingen, studierte sie Theologie in Bonn und Heidelberg. Anschließend ging sie nach Wuppertal zurück – als Pfarrerin im Hilfsdienst, fünf Jahre befristet als Pfarrerin im Sonderdienst, wo sie in Elberfeld City-Kirchen-Arbeit aufbaute.
Zuletzt war sie für zwei Jahre Pfarrerin der evangelischen Studentengemeinde der Bergischen Universität Wuppertal. Von der Landeskirche wurde ihr die Stelle in Wülfrath angeboten. Parallel forderte Rolf Breitbarth Isabell Berner, die er aus Wuppertal kannte, über die Landeskirche an. "Eine 75-prozentige Stelle ist auch mal schön", lächelte die neue Entlastungspfarrerin.
Fürs Erste gilt die Stelle als Vakanz-Vertretung. Die offizielle Wahl findet Anfang 2010 statt. Der Schwerpunkt ihrer kirchlichen Aufgaben liegt in der Ellenbeek. Sie wird aber auch in allen anderen Bezirken predigen. "Ich würde mir wünschen, dass in der Gemeinde Gruppen im mittleren Alter stärker vertreten sind. Ich weiß, dass das schwierig ist", sagte sie.
Bei ihrer zukünftigen Arbeit wolle sie versuchen, sich dazu etwas einfallen zu lassen – vielleicht über Katechumenen- oder Elternarbeit der Kindergärten, sagt Berner. Man müsse ja nicht jede Woche in einem Kreis zusammensitzen. Sie denke über die Einführung eines Stammtisches nach, bei dem beispielsweise über Lebensfragen gesprochen wird. Sie könne sich auch gut vorstellen, gemeinsam mit Interessierten in Projekten etwas vorzubereiten.
"Ich habe bisher immer erlebt, dass auch Themen an einen heran getragen werden. So etwas muss wachsen", machte Isabell Berner deutlich. Zu ihren Hobbys befragt, hob sie Schwimmen, Lesen und Kino hervor.
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