Mettmann: Vater und Sohn bei Schlittenfahrt verletzt
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010 - 17:30Düsseldorf (RPO). Schwere Verletzungen haben ein Vater und sein Sohn nach einer Schlittenfahrt in Mettmann erlitten. Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren der Vater (43) zusammen mit seiner Frau (44) und dem Sohn (6) am Sonntagmittag zu einer Rodelpartie zum Freistein aufgebrochen.
Dort befindet sich ein Hang, der von Mettmannern als Rodelberg genutzt wird. Als der Vater mit seinem Sohn bei einer Fahrt einen Buckel der Piste zu schnell überfuhr, kippte der Schlitten um. Vater und Sohn erlitten bei dem Sturz schwere Frakturen im Bein- und Beckenbereich.
Während der Vater mit einem Rettungswagen ins Evangelische Krankenhaus transportiert werden musste, forderten die Sanitäter einen Rettungshubschrauber für den verletzten Jungen an. Der Hubschrauber Christoph 9 landete kurze Zeit später an der Talstraße. Die Polizei hatte den Landeplatz weiträumig abgesperrt.
Der Junge wurde in eine Unfallklinik nach Duisburg geflogen. Wie Dr. med Marwan Nassar, Chefarzt der Unfallchirurgie des Evangelischen Krankenhauses, mitteilte, sei der Vater im EVK operiert erfolgreich worden, der Sohn komme ebenfalls zur stationären Aufnahme ins Mettmanner Krankenhaus.
Die Rodelwiese soll, so die Auskunft der Feuerwehr, vereist gewesen sein. Feuerwehrleute warnen in diesem Zusammenhang vor unkontrollierten und zu schnellen Abfahrten mit dem Schlitten. Auf eisglatten Wegen und Hängen bekomme man sehr viel Fahrt und es sei schwierig, den Schlitten zu lenken und zu bremsen.
Dr. Nassar hat in den letzten Wochen eine Zunahme von Verletzungen aufgrund von Stürzen auf eisglatten Gehwegen und Straßen festgestellt. "Wir mussten teilweise in beiden OP-Sälen gleichzeitig operieren". Besonders ältere Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, sollten derzeit besonders vorsichtig sein.
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