Wülfrath: Viele bittere Einschnitte
zuletzt aktualisiert: 10.02.2012Wülfrath (RP). Bernd Jost war 2002 als Konrektor an der Hauptschule Wolverothe in den Ruhestand getreten. Als Pensionär hatte er die Zeit, die er als Vorsitzender des Presbyteriums dann auch brauchte. Oft mehr, als ihm lieb war. Denn die evangelisch-reformierte Gemeinde stand in den letzten zehn Jahren vor großen Herausforderungen. Da ist zum einen die 50-prozentige Beteiligung der Gemeinde Herminghaus gGmbH, die über viele Jahre lang das Krankenhaus "abzuwickeln" hatte. Erst 2011 gab es eine Einigung mit dem Klinikverbund St. Antonius und St. Josef über einen Aufhebungsvertrag zu Grundstück und Gebäude.
Die Zahl der Gemeindeglieder sank im letzten Jahrzehnt kontinuierlich – von über 8450 im Jahr 2000 auf derzeit 5530. Immer weniger Einnahmen bedeuteten, dass die Gemeinde mit dem Senken der Ausgaben kaum nachkam. Bittere Entscheidungen mussten nach heftigen Diskussionen getroffen werden. Zu den drastischen Sparmaßnahmen gehörten: Schließung des Kindergartens "Regenbogen" in Rohdenhaus, Auflösung der Gemeindeverwaltung, Schließung des Gemeindezentrums Süd, Entwidmung der evangelischen Kirche in Rohdenhaus. Und auch das neue Presbyterium wird noch schwierige Entscheidungen treffen müssen.
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